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Feldkommunikation

Wer repariert den (Feld-) Bus?

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Auch bei der Profibus Nutzerorganisation (PNO) verfolgen die Verantwortlichen die Diskussion aufmerksam. „Ich habe nicht das Gefühl, dass die Wahrnehmung gering ist, aber die Diskussion bei den Bussystemen wird häufig durch das Thema Performance, und da insbesondere durch kurze Zykluszeiten dominiert. Wir weisen schon immer darauf hin, dass das eine zu einseitige Sicht auf die Bussysteme ist“, erklärt Karsten Schneider Vorstandsvorsitzender der PNO.

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Der Zusammenschluss arbeitet schon seit langer Zeit an Diagnosemöglichkeiten. „Es reicht ja nicht, den Bus zu überwachen, sondern auch die angeschlossenen Feldgeräte sollten ihre Fehler in einer standardisierten Form liefern, beispielsweise der Kabelbruch an einem E/A-Modul. Nur wenn der Instandhalter detaillierte Informationen im Klartext bekommt, kann er den Fehler schnell beseitigen“, ist Schneider überzeugt.

Keine intelligente Fabrik ohne Überwachung

Die Firmen Indu-Sol und Göhringer wollen früher im Prozess ansetzen. Die Schmöllner bieten ihren Kunden einen passiven Datensammler an. Mithilfe des sogenannten Inspektors können Messdaten in Echtzeit abgefragt werden. Dadurch kann der Instandhalter jederzeit den Zustand des Netzwerks analysieren, verspricht das Unternehmen. In der Monitoring-Software können die Parameter gewählt werden, die die Qualität der Datenkommunikation definieren. Gleichzeitig kann ein Schwellenwert hinterlegt werden. Wird dieser erreicht, alarmiert das System den verantworlichen Wartungsmitarbeiter. Eine Investition in die Zukunft, denn die Bedeutung des Themas nimmt in den nächsten Jahren wohl weiter zu.

Mit der Vision Industrie 4.0 kommunizieren Maschinen weitgehend autonom untereinander, so der Plan. „Netzwerkteilnehmer tauschen dann Daten aus, wenn sie es für nötig halten. Wir werden viel mehr historische Daten brauchen, um Auffälligkeiten bewerten zu können“, prophezeit Richter. Es gebe keinen zyklischen Datenverkehr mehr, sodass Störungen nicht mehr zwingend periodisch auftreten, sondern temporär und unregelmäßig. Er mahnt die Industrie: „Wer nur in bestimmten Intervallen das EKG an sein Netzwerk anlegt, verpasst mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtige Signale, die einen Anlagenstillstand frühzeitig erkennen lassen.“

Aufatmen! Der SOS-Einsatz ist erfolgreich beendet, der Geschäftsführer erleichtert, denn der Kunde kann mit Produkten bedient werden, der Produktionsleiter wieder entspannt, er kann seine Schicht weiterfahren und der Instandhalter ist beruhigt, denn der Chef investierte nach dem Kommunikations-Gau in der Werkshalle in ein Condition Monitoring-System. Für Schäffner und seine Mannschaft kam das nicht überraschend. Sie warten auf den nächsten SOS-Anruf aus der Industrie.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke elektrotechnik.

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