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Durchflussmessung

Wer gibt die Richtung in der Durchflussmessung vor?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Robuste und bewährte Technologien punkten

Zwar sieht man bei Endres+Hauser die hohe Genauigkeit in der Durchflussmessung als eine wichtige Grundanforderung, doch eben nicht nur: „In Prozessmessungen ist die Wiederholbarkeit und eine hohe Messwertstabilität von Bedeutung. In Verrechnungsmessungen zählt dagegen eher eine hohe rückführbare Genauigkeit des Durchflussmessgerätes“, berichtet Christian Rützel, Abteilungsleiter Marketing Durchfluss bei Endress+Hauser Messtechnik, aus seiner Erfahrung.

Bei Endress+Hauser verweist man auf Umfragen, die zeigen, dass eine hohe Zuverlässigkeit und Qualität der Messgeräte neben einer hohen Lebensdauer und der einfachen Bedienung, gefolgt von der IEC 61508 SIL-Konformität zu den wichtigsten kaufrelevanten Entscheidungskriterien gehören. „Gerade hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Besonders robuste und bewährte Technologien spielen hier ihre Qualitäten aus“, so Rützels Eindruck. „Auch die einheitliche Bedienung und die Entwicklung der Geräte nach IEC 61508 steht seit vielen Jahren auf unserer Entwicklungsagenda ganz oben.“

Bei hohen Anforderungen auf Digitaltechnik setzen

Hinsichtlich der Messgenauigkeit wirken sich mehrere Faktoren auf den Gesamtfehler aus, etwa Temperatur und Druck des Mediums, Nullpunktstabilität, Stromausgang (Auflösung) sowie die Signalverarbeitung (Speisetrenner, E/A-Eingangskarte). Bei Analoggeräten ist der summierte Fehler dieser Einflussfaktoren deutlich größer als 0,25 %, wie der Namur-Arbeitskreis vorrechnete. High-End-Geräte mit einer angegebenen Messgenauigkeit von 0,1 % sind in solchen Fällen also nicht unbedingt nötig. Allerdings ergibt sich daraus umgekehrt die Konsequenz, dass Anwender bei sehr hohen Anforderungen an die Messgenauigkeit auf Digitalgeräte setzen müssen.

Entscheidend für die Anwender ist zunächst einmal die Zuverlässigkeit der Messeinrichtung. Denn was hilft die allerhöchste Messgenauigkeit, wenn die Messung alle naselang ausfällt und aufwändige, mit Anlagenstillständen verbundene Wartungsarbeiten erfordert? Darüber hinaus ist in der industriellen Praxis die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse von größerer Bedeutung als die Absolutgenauigkeit.

Jahn veranschaulicht dies mit einer Uhr mit unregelmäßigem Gang, die also einmal mehr oder weniger vor- und einmal mehr oder weniger nachgeht. „Mit einer Uhr, die dauerhaft einfach 1,5 Minuten nachgeht, lässt es sich hingegen sehr gut leben. Dann geht man halt ins 10-Uhr-Meeting, wenn die Uhr 9:58:30 anzeigt. Und schließlich lässt sich letztere auch einfach ein für alle Mal auf die korrekte Uhrzeit einstellen. Genau das machen wir mit der Feldkalilbrierung.“ Dabei verweist Jahn aber auch noch auf das Problem der Messdynamik, also über welchen Messbereich lässt sich mit dem Instrument mit welcher Genauigkeit bzw. Ungenauigkeit messen?

Ein Garant für eine erfolgreiche Durchflussmessung ist der enge Kontakt zu den Anwendern, wie Sie auf der nächsten Seite erfahren.

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