Deloitte Global Economic Outlook

Weltwirtschaft weiter ohne Saft und Kraft

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Die Hoffnungen auf ein Ende der Rezession liegen vor allem auf den Exporten. Seit der Krise wandelt sich die Exportstruktur der Eurozone deutlich, Exporte in die BRIC Länder wachsen dabei am schnellsten. Deutschland konnte seine Konjunktur vor allem durch Exporte nach China stützen. Zwischen 2008 und 2011 stiegen die deutschen China-Exporte von 49 auf 91 Mrd. Euro, die der restlichen Eurozone von 47 auf nur 66 Mrd. Euro. Ob sich die Eurozone als Ganzes aus der Rezession herausexportieren kann, hängt nicht nur von der Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch vom fortgesetzten Wachstum in den Emerging Markets ab.

Geht die nächste Finanzkrise von China aus?

China schwächelt. Der PMI sinkt weiter im negativen Bereich und vor allem die verarbeitende Industrie hat mit einer schwachen Auslandsnachfrage und rückgängigen Investitionen im eigenen Land zu kämpfen. Dank leicht verfügbarer Kredite wächst die Binnennachfrage unverändert.

Aber dies könnte sich bald ändern, wenn der Staat, wie angekündigt, in das herrschende (Schatten-)Bankgeschäft eingreift um weiteres Ausufern der Kreditschöpfung zu verhindern. Der Teil der Kredite fließt in Investitionen mit zweifelhaftem wirtschaftlichem Wert und bremst so nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern birgt beträchtliche Risiken für das chinesische Bankensystem und damit für die Weltwirtschaft.

Schwacher Yen befeuert den Export und schmälert die Gewinne

Schafft Japan den Turnaround? Erste Erfolge der Abe-Regierung geben Hoffnung: Der PMI steigt, er erreicht den höchsten Wert seit drei Jahren, die Produktion wuchs von April auf Mai 2013 um 2 %. Der schwache Yen befeuert den Export, schmälert allerdings auch die Gewinne. Die aggressive Geldpolitik stoppt die Deflation - jedoch sind tiefergehende Maßnahmen erforderlich, um die positive Entwicklung nachhaltig zu machen.

Der Juni 2013 hat die enorme Volatilität der japanischen Finanzmärkte gezeigt und Fragen nach dem weiteren Vorgehen aufgeworfen. Ihr Verhalten wie auch die Reformbereitschaft der Regierung sind entscheidend, ob Japan auf dem Weg der Besserung bleibt.

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