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Rohstoffpreise Februar 2019

Weltrohstoffpreise ziehen wieder an

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise erholten sich leicht auf Dollarbasis mit einem Anstieg von 0,35 % gegenüber dem Vormonat, in dem es kräftige Einbrüche gegeben hatte. In Inlandswährung gerechnet zogen diese infolge des festeren Euro nur um 0,1 % an. Vor allem Rohöl konnte einen Zuwachs verbuchen, hat jedoch noch nicht wieder das Niveau vom November 2018 erreicht. Details zu den einzelnen Rohstoffpreisen finden Sie – von den Experten der Industriebank IKB aufbereitet – in den Grafiken der Artikel-Bildergalerie.

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Nach lange sinkenden Rohstoffpreisen ziehen diese im Februar wieder an.
Nach lange sinkenden Rohstoffpreisen ziehen diese im Februar wieder an.
(Bild: gemeinfrei/3844328 / CC0)

Düsseldorf – Nach dem der globale Rohölbedarf 2018 um 1,5 mbd (=million barrel per day) auf 98,8 mbd angezogen hat, wird für 2019 ein Zuwachs von 1,3 mbd auf dann 100,1 mbd gesehen. Dieser resultiert primär aus China, den USA und den Schwellenländern. Außerhalb der Opec wird im laufenden Jahr ein Produktionsanstieg um rund 2,1 mbd erfolgen, der zu drei Vierteln aus den USA stammt. Obwohl die Opec und Russland Förderkürzungen vereinbart haben, dürfte vorerst kein Engpass in der Versorgung auftreten.

Ein potenzielles Risiko könnten die innenpolitischen Auseinandersetzungen in Venezuela werden, falls es dort zu einer noch stärkeren Störung der Rohölförderungen als bisher kommen sollte. Die iranische Förderung ist bisher auch nicht in dem von den USA gewünschten Umfang gesunken. Insgesamt sieht die IKB den Rohölpreis bis Ende des ersten Quartals in einer Bewegung um die Marke von 65 Dollar je Barrel Brent.

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Belastungen gehen jedoch für die wichtigsten Industriemetalle von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und seinen Partnern aus. Gemeinsam mit einem (ungeordneten) Brexit kann dies die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Rohstoffnachfrage negativ tangieren. So besteht im Fall eines ungeordneten Brexits die Gefahr, dass es z.B. zu Rückgängen der Kupferschrotteinfuhren aus UK in die EU kommt.

Der Wechselkurs des Dollar zum Euro dürfte sich nach der Ankündigung der Fed, dass sich die Normalisierung der Geldpolitik verzögert – sprich vorerst keine weiteren Zinssenkungen in den USA – bis Ende des Quartals, weiter in einem Band um die Marke von 1,15 Dollar je Euro bewegen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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