Worldwide China Indien

Rohstoffpreise Februar 2018

Weltrohstoffpreise steigen zu Jahresbeginn kräftig

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Rohstoffpreise verzeichnen einen starken Anstieg zu Beginn des Jahres.
Die Rohstoffpreise verzeichnen einen starken Anstieg zu Beginn des Jahres. (Quellen: HWWI / Deutsche Bundesbank)

Die Preise steigen weiter: Die Weltrohstoffpreise legten im Januar 2018 auf breiter Front um 8,9 % zu. Eine auf Wachstum gestimmte Weltwirtschaft – ebenfalls mit breiter Basis – und ein wieder schwächerer Dollar waren die Ursachen. Der schwächere Dollar bewirkte, dass die Rohstoffpreise in Inlandswährung nur um 5,6 % anzogen. Vor allem die energetischen Rohstoffe erhöhten sich im Verlauf des Januar. Die Experten der Industriebank IKB erklären die Preisentwicklung der Rohstoffe.

Düsseldorf – Die weiterhin positive Entwicklung der Weltwirtschaft dürfte zu einem Anstieg des Rohölbedarfs um 1,53 mbd (million barrel per day) auf dann 98,5 mbd führen. Von dem gestiegenen Bedarf werden 1,15 mbd aus Nicht-Opec-Ländern gedeckt. Die Opec müsste zum Marktausgleich insgesamt 39,6 mbd fördern; davon werden 6,5 mbd auf NGL-Sorten entfallen. Die verbleibenden 33,1 mbd müssen durch die klassischen Sorten ausgeglichen werden. Hiervon wurden aber im Dezember 2017 nur 32,4 mbd gefördert.

Aktuell erfolgt ein leichter Abbau der noch hohen Lagerbestände. Gemeinsam mit geopolitischen Turbulenzen (Jemen, Katar-Konflikt etc.) treibt dies derzeit den Rohölpreis. Je stärker dieser anzieht, desto mehr Fracking-Projekte werden jedoch profitabel. Dies sollte dann sehr schnell eine Gegenbewegung auslösen, wodurch es mittelfristig wieder zu sinkenden Rohölnotierungen kommen dürfte.

Bis Ende des ersten Quartals 2018 sehen die Experten der Industriebank IKB den Rohölpreis um die Marke von 65 Dollar je Barrel Brent oszillieren. Trotz weiter gesunkener deutscher Inlandsförderung von Erdgas ist infolge kräftig gestiegener Importe die Verfügbarkeit von Erdgas sehr gut. Im Zuge der höheren Rohölnotierungen hat aber auch der Grenzübergangspreis für Erdgas nochmals Potenzial um weitere 5 % im Laufe der nächsten zwei Monate. Hier erwartet die Industriebank aber im zweiten Quartal 2018 dann einen jahreszeitüblichen Rückgang.

Die Experten sehen bis zum Ende des ersten Quartals für den Wechselkurs eine Bewegung des Dollar zum Euro um 1,25 Dollar je Euro. Nach einem weiteren Zinsschritt in den USA sollte der Euro-Kurs etwas unter Druck geraten und in der Tendenz leicht nachgeben. Insgesamt kompensiert dies in Inlandswährung einen Teil des Rohstoffpreisanstiegs.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45134254 / Management)