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Rohstoffpreise Januar 2019

Weltrohstoffpreise starten verhalten ins neue Jahr

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise gaben im Dezember 2018 um 9,6 % nach, der Rückgang in Inlandswährung lag in der gleichen Größenordnung. Erneut gerieten die Rohölpreise unter Druck. Die von der Opec gemeinsam mit Russland beschlossene Kürzung der Fördermenge ab dem ersten Quartal 2019 dürfte dem aber gegensteuern, obwohl sich Sorgen um eine wirtschaftliche Abschwächung nicht zuletzt als Folge der Handelskonflikte und des Brexit ausbreiten.

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Nach sinkenden Rohstoffpreisen im Dezember 2018, starten die Weltrohstoffpreise auch im Januar 2019 verhalten.
Nach sinkenden Rohstoffpreisen im Dezember 2018, starten die Weltrohstoffpreise auch im Januar 2019 verhalten.
(Bild: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Nachdem die globale Rohölnachfrage im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,5 mbd (million barrel per day) zulegte, wird für 2019 ein etwas geringerer Anstieg von 1,3 mbd erwartet. Somit wird erstmals die Marke von 100 mbd überschritten. Der Verbrauchsanstieg resultiert primär aus einem höheren Bedarf in China, den übrigen asiatischen Schwellenländern und den USA. Auf der Angebotsseite wird für 2019 außerhalb der Opec eine Steigerung von 2,5 mbd erwartet, der zu gut 90 % aus Nordamerika stammt. Damit sinkt im nächsten Jahr der Bedarf an einer Opec-Förderung um 0,9 mbd. Die beschlossene Kürzung liegt derzeit darüber. Zudem hat sich die Förderung des Iran infolge der Sanktionen seit dem Höhepunkt im zweiten Quartal 2018 um rund 0,86 mbd auf erstmals unter 3 mbd reduziert. Eine weiterer Rückgang der iranischen Produktion stimuliert dann die Preise wieder.

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Die IKB erwartet bis Ende des ersten Quartals 2019 daher eine Bewegung des Rohölpreises um die Marke von 65 Dollar je Barrel Brent in einem Band von 10 Dollar. Auch die Versorgung mit Erdgas in Europa ist weiter gut. Der Grenzübergangspreis dürfte stabil bleiben, während in den USA der Referenzpreis Henry Hub nochmals sinken dürfte. Das Zinsdifferenzial zwischen den USA und der Euro-Zone sowie die zunehmenden Sorgen über die Konjunktur in der Euro-Zone sollten tendenziell den Euro gegenüber dem Dollar etwas unter Druck setzen. Zum Ende des ersten Quartals geht die IKB von einem Wechselkurs um die Marke von 1,12 Dollar/Euro aus. Dies schlägt entsprechend auf die Rohstoffpreise in Inlandswährung durch.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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