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Rohstoffpreise November 2012 Weltrohstoffpreise im Schatten der US-Wahlen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Weltmarkt. Im Fokus liegt die Wahl des amerikanischen Präsidenten und die Abhängigkeit des Rohölpreises vom Ergebnis der US-Wahlen.

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Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs werden im November von den US-Wahlen beeinflusst.
Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs werden im November von den US-Wahlen beeinflusst.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Die Weltrohstoffpreise haben in Verlauf des Oktober 2012 tendenziell nachgegeben. Insgesamt sanken diese auf Dollarbasis um 2,5 Prozent. Bei leicht festerem Wechselkurs des Euro zum US-Dollar lag der Rückgang in Euro gerechnet bei knapp 3,5 Prozent.

Auf den Monatsdurchschnitt gerechnet gab der Rohölpreis nur wenig nach, die Volatilität war jedoch zwischen einzelnen Handelstagen relativ hoch. Insgesamt bestimmten Konjunktursorgen hier das Bild. Gegen Monatsende kam dem Hurrikan Sandy größere Bedeutung zu. Die Raffinerien an der amerikanischen Ostküste wurden vorsorglich abgeschaltet. Dies hielt zwar die Lagervorräte an Rohöl auf hohem Niveau, trieb jedoch die Spotmarktpreise verarbeiteter Produkte nach oben. Die Marktversorgung war insgesamt komfortabel.

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Rohölpreise nach US-Wahlen

Auch der für 2013 erwartete Zuwachs von knapp 0,8 Millionen Barrel pro Tag dürfte zu keinen Verspannungen führen. Das iranische Angebot zeigt derzeit eine Bodenbildung. Trotz des Embargos hat sich die Förderung nicht mehr nennenswert vermindert. Irak und Libyen stabilisieren sich ebenfalls. Sollte es nach dem amerikanischen Wahlkampf jedoch wieder zu einer Verschärfung des politischen Tones und weiteren Drohungen Israels in Bezug auf eine militärische Intervention geben, dürfte der Rohölpreis erneut unter geopolitischen Druck geraten.

Für November erwartet die IKB Deutsche Industriebank unverändert eine Bewegung des Rohölpreises um die Marke von 110 US-Dollar je Barrel Brent mit einer Bandbreite von +/- 10 US-Dollar. Die Grenzübergangspreise für Erdgaspreise tendierten zuletzt ebenfalls wieder fester. Bis zum Jahresende wird sich der Wechselkurs des US-Dollar zum Euro weiter um die Marke von 1,30 US-$/€ bewegen, erst 2013 ist ein nachhaltiges Überschreiten dieser Marke möglich.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Rückblick:

Rohstoffpreise Oktober

Rohstoffpreise September

Rohstoffpreise August

* Quelle: IKB

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