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Weltwirtschaft

Welche Folgen hat Chinas wirtschaftliche Schwäche für die Industrie?

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China bleibt wichtiger Exportmarkt für Elektroerzeugnisse

Laut der aktuellen Analyse des ZVEI vom Juni 2015 ist China der mit Abstand größte Elektromarkt der Welt. 2014 sei der chinesische Markt mit einem Volumen von 1.406 Mrd. Euro und einem Anteil von 38 Prozent der größte Ländermarkt weltweit gewesen, besagen die Zahlen. Für die Zukunft erwartet der ZVEI ein Wachstum von neun Prozent, weshalb das Reich der Mitte sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Abnehmerländer entwickelt hat. Im Jahr 2014 erhöhten sich die deutschen Elektroexporte nach China um 16,1% auf 14,9 Mrd. Euro. Betrachtet man alle deutsche Elektroexporte gingen neun Prozent nach China, das damit 2014 im Abnehmerranking vor den USA lag. Im 1. Halbjahr 2015 wurden zwar Elektroartikel im Wert von 7,4 Mrd. Euro nach China verkauft, was einen Anstieg von 5,7% bedeutet, trotzdem rutschte China im Ranking wieder auf Platz 2 hinter den USA. Auch der Anteil an den Gesamtexporten lag mit 8,9% nur knapp unter dem in 2014.

Deshalb ist hier von Krisenstimmung wenig zu spüren. Denn auch insgesamt ist die Konjunkturlage gut. Ein Bestellplus von insgesamt 23,0 Prozent gegenüber Vorjahr verzeichnete die deutsche Elektroindustrie im Juni dieses Jahres. „Ursächlich hierfür waren vor allem Großaufträge aus dem Ausland“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. Ausländische Kunden orderten insgesamt 38,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei legten die Bestellungen aus der Eurozone um 19,8 Prozent und die aus Drittländern um 48,3 Prozent zu.

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