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Weltwirtschaft

Welche Folgen hat Chinas wirtschaftliche Schwäche für die Industrie?

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Welche Branchen sind noch betroffen?

Die Verflechtungen der deutschen Industrie mit der chinesischen Wirtschaft durchdringt mittlerweile zahlreiche Branchen, entsprechend genau beobachten die entsprechenden Verbände die schwächelnde Wirtschaft des Riesenreich.

Was meint der VCI?

Für die deutsche Chemieindustrie beispielsweise ist China ein wichtiger Markt und wird das auch bei sich abschwächender wirtschaftlicher Dynamik bleiben. VCI-Chefvolkswirt Dr. Henrik Meincke erwartet für das laufende Jahr ein Produktionswachstum von 9,5%. Für 2016 prognostiziert er ein Wachstum von rund 9%. Obwohl sich die konjunkturelle Dynamik in China abkühle, seien die langfristigen Perspektiven für die Chemie weiterhin gut, meint er. Mittelfristig führe an China kein Weg vorbei. Sowohl als Absatzmarkt wie auch als Produzent werde die Bedeutung Chinas – nicht nur im Bereich der Chemie – in Zukunft steigen.

Keine Krisenstimmung beim VDMA

Auch der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland bekommt von der Flaute der chinesischen Wirtschaft momentan nur wenig mit. Laut Oliver Wack, China-Experte der VDMA-Außenwirtschaft, war 2014 für den Maschinen- und Anlagenbau China mit einem Exportvolumen von rund 17 Milliarden Euro der wichtigste Markt weltweit. Wack rechnet aber damit, dass dieses Niveau auch 2015 wieder erreicht werden kann. Er schließt derzeit aus, dass die chinesische Wirtschaft drastisch einbrechen könnte. Der chinesische Markt bleibe für den deutschen Maschinenbau weiterhin attraktiv.

Zwar verzeichneten bis Mai 2015 die Lieferungen nach China ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch unabhängig von der generellen Entwicklung stieg die Nachfrage nach Präzisionswerkzeugen, Antriebstechnik und Fördertechnik. Zusätzliche Impulse erwartet Wack aus den für China derzeit wichtigen Feldern Automatisierung, Energieeffizienz und Umweltschutz.

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