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Förderinitiative Innoemat

Welche Entwicklungspotenziale stecken in der Elektrochemie?

| Redakteur: Tobias Hüser

Elektrochemische Oberflächentechnik und Syntheseverfahren sind die Forschungsschwerpunkte der Verbundprojekte.
Elektrochemische Oberflächentechnik und Syntheseverfahren sind die Forschungsschwerpunkte der Verbundprojekte. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Mehr als 80 Experten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen der Elektrochemie kamen am 23. und 24. November in Leipzig zum ersten Statusseminar der Förderinitiative „Innoemat – Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien“ zusammen, um sich über die Inhalte der Verbundprojekte zu informieren und auch eigene Zwischenergebnisse zu präsentieren. Die Veranstaltung ermöglichte einen Blick über den fachlichen Tellerrand hinaus, um nicht zuletzt Impulse und Synergien für das eigene Projekt zu gewinnen.

Leipzig – Jedes der 17 Verbundprojekte engagierte sich mit einem eigenen Übersichtvortrag sowie mit einem Poster. Sieben Verbundprojekte setzen sich mit der Neu- und Weiterentwicklung oberflächentechnischer Prozesse sowie neuer Anwendungsszenarien für diese auseinander. So standen u.a. Reach-konforme Beschichtungsverfahren, die Abscheidung von Legierungsschichten aus ionischen Flüssigkeiten oder neuartige Fügeverfahren für mikroelektronische Bauteile im Fokus. Weitere fünf Verbundprojekte im Themenfeld der elektrochemischen Syntheseverfahren zielen u.a. auf die Abkürzung konventioneller, mehrstufiger Syntheseverfahren sowie auf neue Wirkmechanismen bei der Aufbereitung von industriellen Prozessabwässern. Weitere Verbundprojekte setzen sich mit neuen Technologien für verbesserte stationäre Energiespeicher neue Sensorik für medizintechnische Anwendungen auseinander.

Potenzial der Elektrochemie für die Energiewende

In einem Impulsvortrag mit dem Titel „Innovative Elektrochemie in der Energiewende: Herausforderungen und Chancen“ griff Prof. Kai Sundmacher vom Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg verschiedene elektrochemische Prozesse auf und bewertete deren Potenzial im Kontext zu den Herausforderungen der Energiewende: „Deutschland ist das Labor der Erde und die ganze Welt blickt mit der Frage auf uns, ob wir die Energiewende schaffen“, so Sundmacher. „Zwar beträgt der Anteil Deutschlands an der weltweiten Treibhausgasemission nur rund 2 %, jedoch lassen sich in Deutschland funktionierende Konzepte auch auf China oder die USA übertragen.“

Die nicht öffentliche Veranstaltung war die erste von insgesamt 3 Statusseminaren, die jährlich vom wissenschaftlichen Begleitprojekt „Innoematplus“ initiiert und organisiert werden. Das Begleitprojekt wird gemeinsam von der DGO, der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) und von der Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie (Dechema) umgesetzt und hat die Aufgabe, die Verbünde bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Vernetzung, dem Austausch und der Verwertung ihrer Ergebnisse zu unterstützen.

Die Förderinitiative „Innoemat – Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien“ selbst ist Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung und an die deutschen Kernbranchen Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrttechnik sowie die chemische Industrie gerichtet. Mit Impulsen für neue Materialien, neue Verfahren und die Produktinnovationen von Morgen zielt das Förderprogramm auf die nachhaltige Unterstützung mittelständischer Unternehmen in Deutschland.

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