Messe Drinktec 2017

Weinindustrie erstmals mit zwei eigenen Hallen auf Drinktec

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Ein weiters Beispiel in diesem Zusammenhang ist Trichloranisol und Tribromanisol, die für die unerwünschte Korknote verantwortlich sind. Mittlerweile wurden Filterschichten entwickelt, mit denen sich diese Komponenten selektiv entfernen lassen. Ein anderes heißes Eisen in der Weinbereitung ist die Suche nach Alternativen für ganz bewährte Anwendungen. So ist beispielsweise Schwefel nicht mehr zur Tanksterilisierung zugelassen. Ebenfalls auf dem Prüfstand stehen tierische Klassiker wie Gelatine, Hausenblase oder Kasein-Leim. Dahinter steht der weltweite Trend zur veganen Ernährung. Aber auch hierzu gibt es die entsprechenden Vegan-Alternativen auf der Drinktec 2017 zu sehen.

Trend zur Verpackungsvielfalt ungebrochen

Stichwort Verpackung: Bei der Suche nach dem optimalen Verschluss einer Weinflasche heißt es längst nicht mehr entweder Kork, Kunststoff, Glas, Kronkork oder Schraub. Sondern – sowohl als auch. Der Trend zur Vielfalt gemäß Einsatzzweck setzt sich bei der Verpackung fort. Schon länger verbreitet und zunehmend beliebter ist beispielsweise die „Bag-in-Box“. Außerdem wird Wein jetzt auch in PET-Flaschen abgefüllt. Unter anderem bei Fluglinien ist die PET-Flasche im Test. Die Gewichtseinsparung im Vergleich zur Glasflasche spielt dort eine große Rolle.

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Ende des Branntweinmonopols mischt Karten neu

Und was passiert aktuell im Bereich der Spirituosen? In Deutschland blicken mit Sicherheit die Kleinbrenner gespannt auf das Auslaufen des Branntweinmonopols im Drinktec-Jahr. Denn nur noch bis Ende 2017 können sie Alkoholkontingente an die Monopolverwaltung liefern, die anschließend als Industriealkohol verwertet werden. Zu einem garantierten Preis, der über dem Weltmarktniveau liegt. Eine sichere und verlässliche Einnahmequelle. Ab 2018 soll dann der Markt diese Mengen aufnehmen. Das bedeutet erstens: Die Qualität der Produkte muss über jeden Zweifel erhaben sein. Und zweitens: In den meisten Fällen gilt es eine funktionierende Selbstvermarktung aufzubauen. Hier spielt den Besuchern der Drinktec in die Karten, dass diese nicht nur Technologiebörse, sondern auch Marketingplattform ist.

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