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Statuspapier: Phosphatrückgewinnung

Wege zur strategischen Sicherung des Rohstoffs Phosphat

| Redakteur: Tobias Hüser

Für Betreiber von Klärschlammanlagen steht eine breite Palette an Technologien zur Verfügung, um Phosphate zurückzugewinnen.
Für Betreiber von Klärschlammanlagen steht eine breite Palette an Technologien zur Verfügung, um Phosphate zurückzugewinnen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Um die strategische Abhängigkeit zu reduzieren und der zunehmenden Schwermetallbelastung von Rohphosphaten zu begegnen, setzt Deutschland vermehrt auf die Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlamm und tierischen Nebenprodukten. Welche Technologien dafür zur Verfügung stehen, beschreibt das Statuspapier „Phosphatrückgewinnung“, das die Processnet-Fachgruppe „Rohstoffe“ erarbeitet hat.

Frankfurt am Main – Phosphat ist ein essentieller Rohstoff für die Landwirtschaft. Deutschland verfügt jedoch nicht über eigene Ressourcen. Der Ausstieg Deutschlands aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und die Rückgewinnung von Phosphor zur Nutzung heimischer Phosphatquellen ist nicht nur ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Auch, wenn der für 2030 angekündigte „Peak Phosphorous“, nach dem die Förderung abnehmen soll, den Experten zufolge einer sachlichen, lagerstättenkundlichen Grundlage entbehrt, ist die Rückgewinnung von Phosphor sowohl aus strategischen Gründen als auch hinsichtlich der Qualität der Phosphate aus Sicht der Processnet-Fachgruppe sehr sinnvoll.

Das Statuspapier, an dessen Erarbeitung Experten aus Forschung und Industrie beteiligt waren, umreißt die Anforderungen, die ein zukunftssicherer ganzheitlicher Ansatz dafür erfüllen muss. Er setzt die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure vom Gesetzgeber über die Landwirte und die Abwasserwirtschaft bis zu den Forschern und Technologieentwicklern voraus. Dabei geht es sowohl um technologische Methoden, von denen derzeit nur wenige im industriellen Maßstab verfügbar sind, wie auch um Fragen der Wirtschaftlichkeit und der gesetzlichen Voraussetzungen.

Zwar steht gerade in der Klärschlammaufarbeitung eine breite Palette an Technologien zur Verfügung, doch um qualitativ hochwertige Dünger zu produzieren, müssen einerseits alle Verunreinigungen – neben Schwermetallen auch organische Spurenverbindungen – entfernt werden, andererseits muss die Bioverfügbarkeit der Produkte gegeben sein. Das heißt, Pflanzen müssen in der Lage sein, die Verbindungen aufzunehmen und zu verwerten. Zu den technischen Herausforderungen kommen gesetzliche Rahmenbedingungen. Während die gerade in Kraft getretene neue Klärschlammverordnung die technischen Aufbereitungswege weitgehend offenlässt, müssen die Produkte die Zulassung gemäß der Düngemittelverordnung durchlaufen.

Das Statuspapier können Sie hier abrufen.

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