Worldwide China Indien

50 Jahre Chlorproduktion in Krefeld-Uerdingen

Wege zur besseren Energieeffizienz bei der Chlorproduktion

| Redakteur: Marion Henig

Neue Anlage geht mit SVK-Technologie geht 2011 in Betrieb

Aus diesem Grund hat Bayer MaterialScience mit dem Anlagenbauunternehmen Uhde einen Vertrag über den Bau einer neuen Chlorproduktion auf Salzbasis im Chempark Krefeld-Uerdingen abgeschlossen. Die Anlage soll eine Kapazität von 20.000 Jahrestonnen haben und im ersten Halbjahr 2011 in Betrieb genommen werden. Bereits 2010 hat der Rückbau der Quecksilber-Anlage begonnen.

Erstmals sollen die Sauerstoffverzehrkathoden (SVK) von Bayer MaterialScience in den von UHDENORA entwickelten Elektrolysezellen eingesetzt werden, um im industriellen Maßstab Chlor herzustellen. Damit kann der Energiebedarf in der Chlorgewinnung im Vergleich zur Standard-Membrantechnologie um bis zu 30 Prozent gesenkt und die CO2-Emissionen indirekt um bis zu 10.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

„Unsere Sauerstoffverzehrkathode ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir gezielt neue Lösungen für den Umgang mit dem Klimawandel entwickeln“, erklärt Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied bei Bayer MaterialScience. Das Unternehmen habe sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und setze deshalb konsequent auf effiziente Prozesstechnologien.

„Dabei ist uns ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Entsprechend bieten wir unsere SVK auch anderen Unternehmen zur umweltschonenden Chlorproduktion an. Je mehr CO2-Emissionen wir weltweit einsparen können, desto besser“, so Van Osselaer.

SVK-Technologie auf Salzsäurebasis bereits in Betrieb

Das Projekt von Bayer MaterialScience und Uhde, das in enger Zusammenarbeit mit der RWTH-Aachen, der Technischen Universität Clausthal und der Universität Dortmund entstanden ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die Nachhaltigkeit“ (FONA) gefördert.

Dabei setzt Bayer MaterialScience bereits eine SVK-Technologie erfolgreich in der Chlorproduktion ein, allerdings nicht auf Kochsalz-Basis. An den Standorten Shanghai (China) und Brunsbüttel betreibt das Unternehmen entsprechende Anlagen auf Salzsäurebasis.

Trotz hoher Investitionen in China bleiben die Niederrheinwerke wichtige Standorte für Bayer MaterialScience. Kontinuierliche Investitionen sichern nicht nur hohes technisches Niveau dieser Anlagen, sondern liefern auch einen Beitrag zur Standortsicherung und Wettbewerbsfähigkeit. Der Bau der neuen Anlage zur Chlorherstellung auf Basis der Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie in Krefeld-Uerdingen ist ein weiterer Schritt in Richtung klimaschonender Technik.

Diese neue Technik wird auch im Rahmen des globalen Energiemanagement-Systems STRUCTese betrachtet, welche das Unternehmen im Jahr 2008 eingeführt hat. Bis dato konnten bereits 150.000 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden und weltweit in 22 Anlagen im Schnitt Energiesenkungen von fünf Prozent erzielt werden. Ab 2012 will Bayer MaterialScience zudem die Treibhausgase um jährlich 350.000 Tonnen verringern. Und nicht zuletzt: Chemieprodukte sparen mehr Treibhausgase ein, als zur Herstellung verbraucht wird.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 24873740 / Engineering)