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Biotreibstoffe

Web-Tool ermöglicht Nachhaltigkeitsbewertung von Biotreibstoffen

| Redakteur: Gabriele Ilg

Raps wird oft zur Herstellung von Biotreibstoffen angebaut (Bild: Empa)
Raps wird oft zur Herstellung von Biotreibstoffen angebaut (Bild: Empa)

Empa-Forscher haben zusammen mit ihren Kollegen des schweizerischen Roundtable on Sustainable Biofuels (RSB) und der HTW Berlin ein Online-Tool zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Biotreibtoffen entwickelt, mit dem Biotreibstoffproduzenten eine Selbstbewertung durchführen und eine Risikobeurteilung vornehmen können.

Dübendorf, Lausanne/Schweiz, Berlin – Der RSB-Standard umfasst zwölf Prinzipien und Kriterien für die nachhaltige Biotreibstoffproduktion. So geht es beispielsweise unter dem Kriterium ‚Greenhouse Gas Emissions´ darum, den Klimawandel zu verlangsamen. Biotreibstoffe, die dieses Kriterium erfüllen, dürfen über ihren gesamten Lebenszyklus erheblich weniger Treibhausgase ‚produzieren´ als fossile Energieträger. Biotreibstoffproduzenten müssen daher für sämtliche Schritte der Produktionskette die Treibhausgasemissionen berechnen.

Derartige Berechnungen sind kompliziert und erfordern ein fundiertes Wissen über die Ökobilanzierung von Biotreibstoffen. Um den RSB-Zertifizierungsprozess zu vereinfachen, hat die Empa in Zusammenarbeit mit der HTW Berlin ein webbasiertes Tool entwickelt, das die Online-Berechnung der Treibhausgasemissionen von Biotreibstoffen ermöglicht. Das Tool beinhaltet verschiedene Berechnungsmethoden für Treibhausgase, einschließlich des Schweizer Standards für die Mineralölsteuerbefreiung, den RED-Standards der EU, die kalifornischen Standards und die RSB-Standards.

Indem es die Möglichkeit bietet, für die Biotreibstoffproduktion eine Risikoanalyse durchzuführen und eine Bewertung entsprechend der RSB-Nachhaltigkeitskriterien vorzunehmen, fungiert das Tool als Startpunkt für die RSB-Nachhaltigkeitszertifizierung. „Das Tool richtet sich an alle Interessengruppen aus der Biotreibstoffbranche: an Bauern, die Energiepflanzen anbauen, und Biokraftstoffproduzenten bis hin zu Händlern, die die Nachhaltigkeit ihrer Produkte belegen möchten“, erklärt Empa-Forscher und Projektleiter Rainer Zah.

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