Wasser-Forschung „Wasser 2017“ Tagung mit wissenschaftlichen Vorträgen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Vom 22. bis 24. Mai findet in den Donauhallen Donaueschingen die Tagung „Wasser 2017“ statt. Neben einem wissenschaftlichen Programm rund um die Analytik des nassen Elements, werden vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, der Promotionspreis, der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft sowie die Ehrennadel der Fachgruppe.

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Wasser - die Quelle allen Lebens.
Wasser - die Quelle allen Lebens.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Donaueschingen – Wasser als Quelle allen Lebens – selten war der Bezug zum Hauptelement der Wasserchemischen Gesellschaft so deutlich wie in der gastgebenden Stadt der „Wasser 2017“. Die 83. Jahrestagung veranstaltet die Wasserchemische Gesellschaft zum ersten Mal dort, wo die Reise der Donau zum Schwarzen Meer beginnt: in Donaueschingen. Es werden rund 260 Besucher erwartet. Die Themenschwerpunkte der Tagung liegen neben der Analytik in diesem Jahr u.a. bei Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema „Bauchemie und Wasserqualität“. Bauprodukte im Kontakt mit Wasser und Stoffauswaschungen sind nicht nur ein Thema auf den Tagungen der Wasserchemischen Gesellschaft, sondern mittlerweile auch im Fokus von Regulierungen. Die Themenwahl knüpft an die Aktivitäten des gleichnamigen Fachausschusses an, der im März 2017 gemeinsam mit der GDCh-Fachgruppe Bauchemie erfolgreich ein Symposium mit rund 100 Teilnehmern an der TU Berlin zum aktuellen Wissensstand veranstaltete.

Preise für Wasserforschung

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erhält Maximilian Huber von der Technischen Universität München den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung. In seiner Arbeit entwickelte er ein standardisiertes Verfahren, mit dem sich dezentrale Behandlungsanlagen für Verkehrsflächenabflüsse bewerten lassen. Hubers Forschung stellt die verfahrenstechnische Problemlösung in den Vordergrund und zeigt eine hohe Praxisrelevanz. Mit dem Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – wird Allan Philippe (Universität Koblenz-Landau) ausgezeichnet. Er entwickelte und validierte in seiner Arbeit innovative Methoden zur Analytik und Charakterisierung synthetischer Nanopartikel in komplexen Umweltmedien. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Analytik von Nanopartikeln und eröffnet neue Perspektiven in der Umwelt‐Nanopartikelforschung.

Den Preis der Wasserchemischen Gesellschaft – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – erhält Aki Sebastian Ruhl (Technische Universität Berlin) für seine wissenschaftlich exzellenten Forschungsleistungen und seinen Einsatz für die Fachgruppe. Außerdem wird Hans-Jürgen Pluta vom Umweltbundesamt Berlin für sein Engagement im Vorstand der Wasserchemischen Gesellschaft und seine Bemühungen um die Förderung eines Normungsexperten durch das UBA die Ehrennadel der Fachgruppe verliehen.

Schon am Vorabend der „Wasser 2017“ (Sonntag, 21. Mai) treffen sich die Nachwuchswissenschaftler beim Jungforscher Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung: Dieser mittlerweile feste Bestandteil im Programm der Jahrestagungen wurde seinerzeit als eine der zahlreichen Maßnahmen zur Förderung junger Forscher ins Leben gerufen. Eine Fachausstellung wird die „Wasser 2017" wieder begleiten. 14 Aussteller präsentieren den Teilnehmern der wasserchemischen Fachtagung ihre Unternehmen sowie ihre Produkte.

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unterwww.gdch.de/wasser2017.

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