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Covestro wird nachhaltig Was verbirgt sich hinter Covestros neuer Nachhaltigkeitsstrategie?

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Covestro gibt sich ein positives Gesicht und will Nachhaltigkeit künftig in seine Strategie verankert. Aber was meint das Unternehmen genau damit und welche Ziele will der Vorstand erreichen?

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CO2-Verwertung als Teil der Covestro-Strategie: Erst letzte Woche hat CEO Patrick Thomas eine neue PU-Anlage eröffet, die CO2 als Rohstoff nutzt.
CO2-Verwertung als Teil der Covestro-Strategie: Erst letzte Woche hat CEO Patrick Thomas eine neue PU-Anlage eröffet, die CO2 als Rohstoff nutzt.
(Bild: Covestro )

Vorstandsvorsitzender Patrick Thomas will Covestro, ehemals Bayer Material Science, ein positives Image verpassen und weiter in Richtung Nachhaltigkeit trimmen. Jetzt sagt er konkret, was er damit meint. „Wir verankern Nachhaltigkeit fest in unserer Strategie und im gesamten Unternehmen“, erklärt er.

Das Unternehmen will gemeinsam mit Kunden sowie gemeinnützigen und Regierungsorganisationen Lösungen entwickeln, um auf Basis seiner Materialien erschwinglichen Wohnraum zu ermöglichen, Lebensmittel vor dem Verderben zu bewahren und die Hygiene zu verbessern.

Für Innovation, die das Thema Nachhaltigkeit voranbringen, will der Vorstand bis 2025 vier Fünftel seiner Ausgaben für Forschung und Entwicklung aufwenden. Die entsprechenden Projekte sollen sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren und in Zusammenarbeit mit anerkannten Institutionen erreicht oder von ihnen unterstützt werden.

Covestro hat viel vor

Auch sonst hat sich Unternehmen eine Menge vorgenommen. Den direkten und indirekten Ausstoß an Treibhausgasen wie CO2 pro Tonne Produkt will man bis 2025 halbieren, auf Basis der Emissionen des Jahres 2005. Zuletzt habe sich das Unternehmen eine Reduktion um 40 Prozent bis 2020 vorgenommen, dieses Ziel aber dank zahlreicher Verbesserungen in der Produktion schon 2015 nahezu erreicht.

Das Unternehmen will zudem Kohlenstoff so intelligent wie möglich nutzen und daraus den größtmöglichen Wert erzeugen. Dafür will das Unternehmen in einem ersten Schritt bis 2017 gemeinsam mit Geschäftspartnern und anerkannten Institutionen eine Mess-Methodik entwickeln. Erst letzte Woche hat CEO Patrick Thomas in Dormagen eine neue Anlage für Polyurethan-Schaumstoffe eröffnet, die CO2 als Rohstoff nutzt.

Covestro wird ferner bei allen größeren Lieferanten darauf hinarbeiten, dass diese voll und ganz den Nachhaltigkeitserfordernissen des Unternehmens entsprechen. Auch dieses Ziel soll bis 2025 vollständig erreicht sein. Gleichzeitig will man den Zulieferern helfen, ihr eigenes Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu verbessern.

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