Chemieparkmanagement

Warum Infraserv Höchst auf organisches Wachstum setzt

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Kritischer Blick über den Atlantik

Klar, die ritualisierte Schelte über die politischen Rahmenbedingen fehlt nicht, auch Trumps Abschottungspolitik findet Erwähnung, ebenso wie die Wettbewerbsnachteile durch die deutsche Energiepolitik. Und ja, auch der Chemiepark ist nicht abgekoppelt von der Tatsache, dass die Chemiebranche in Europa und Deutschland kaum noch nennenswerte Summen investiert. „Die Investitionen konzentrieren sich auf immer weniger Standorte,“ erklärt Vormann.

Extern erbrachte Dienstleistung werden immer wichtiger

Doch die Investitionen von Standortunternehmen sind nur die eine Seite der Medaille, denn damit erwirtschaftet die Betreibergesellschaft nur einen Teil des Umsatzes. Ein gewichtiger Part stammt mittlerweile aus Dienstleistungen, die Infraserv außerhalb des Chemieparks erbringt.

Deshalb gibt es im Vergleich zu den Wettbewerbern für die Betreibergesellschaft keinen Grund zum Jammern. Das Team um Vormann und Kreysing hat in den letzten Jahren ein gutes Gespür fürs Geschäft bewiesen und ist kontinuierlich in Bereiche vorgestoßen, die nicht mehr primäres Kerngeschäft einer Infrastrukturgesellschaft sind.

Bestes Beispiel ist die Weiterbildungstochter Provadis, die mittlerweile Personal- und Transferdienstleistungen anbietet und mit 11 Prozent Wachstum auf ein Rekordjahr zurück blickt. In Köln gibt es die Provadis Transfer GmbH und eine Tochtergesellschaft in Wien bietet Personaldienstleistungen an.

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