Worldwide China Indien

M&As in der Chemie- und Pharmaindustrie

Warum es noch mehr Fusionen in der Chemie- und Pharmaindustrie geben wird

| Autor / Redakteur: Rita Duran, Helen Christmann, Daniel Pietzker / Anke Geipel-Kern

Im ersten Halbjahr dieses Jahres verzeichneten Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche insgesamt 669 Übernahmen und Fusionen, errechnet KMPG.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres verzeichneten Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche insgesamt 669 Übernahmen und Fusionen, errechnet KMPG. (Bild: Gerd Altmann; http://pixabay.com / CC0)

Im Übernahmepoker zwischen Monsanto und Bayer steigt die Spannung. Aber auch sonst war es in Sachen Übernahmen in der Chemie- und Pharmaindustrie diesem Jahr alles andere als langweilig. Die Fachleute von KMPG haben die Deals dieses Jahres analysiert und kommen zu interessanten Ergebnissen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres verzeichneten Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche insgesamt 669 Übernahmen und Fusionen und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 629). Das Volumen ging dabei von 247 Milliarden auf 123 Milliarden US-Dollar zurück, da insbesondere Pharmaunternehmen in vergleichsweise kleinere Deals investierten.

Allerdings kündigen sich für den weiteren Verlauf des Jahres in beiden Sektoren einige sehr große Deals an. Deutsche Firmen sind an drei der zehn größten angekündigten Chemie-Transaktionen beteiligt. Dies zeigt eine KPMG-Analyse, die auf Zahlen von Thomson Reuters beruht.

Pharmasektor: Biotech-Unternehmen als attraktive Targets

In der Pharmabranche kam es im ersten Halbjahr 2016 zu insgesamt 339 abgeschlossenen Transaktionen mit einem Gesamtwert von 86 Mrd. US-Dollar. Das bedeutet einen Rückgang des Dealvolumens auf rund ein Drittel des Wertes zum Ende des Halbjahres 2015 (221 Mrd. US-Dollar).

Vir Lakshman, Leiter des Bereichs Chemie und Pharma bei KPMG Deutschland: „Dass der Appetit auf Mega-Deals zu Beginn des Jahres nachgelassen hat, hat unterschiedliche Ursachen. Zum einen haben vergleichsweise volatile Aktienmärkte die Unternehmen vorsichtiger werden lassen.

Zudem hat die US-Regierung Konzernen bekanntlich erschwert, ihre Konzernzentrale in Länder mit niedrigeren Steuersätzen zu verlagern. Eine Folge davon war unter anderem, dass Pfizer im April dieses Jahres die geplante Übernahme von Allergan wieder abgesagt hat.

Beispiele aus dem Onkologie-Markt zeigen aber, dass Pharmaunternehmen weiterhin auf milliardenschwere Übernahmen setzen um ihre Positionierung in lukrativen Wachstumsmärkten auszubauen. Insbesondere Biotech-Unternehmen sind attraktive Targets, zumal sich die Umsätze im Onkologie-Markt Studien zufolge von 83 Mrd. auf fast 190 Mrd. US-Dollar in 2022 mehr als verdoppeln sollen.“

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44148854 / Management)