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Additive Fertigung

Wann sich Ersatzteile aus dem 3D-Drucker lohnen

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Eine topaktuelle VDMA-Studie belegt, dass die additive Fertigung langsam aber sicher im Maschinenbau ankommt: 47 % der Befragten nutzen die Technik bereits, mehr als die Hälfte allerdings erst im Prototypen-/Musterbau: Doch die Zahl der Unternehmen, die 3D-Druck in der Fertigung nutzen wächst.
Eine topaktuelle VDMA-Studie belegt, dass die additive Fertigung langsam aber sicher im Maschinenbau ankommt: 47 % der Befragten nutzen die Technik bereits, mehr als die Hälfte allerdings erst im Prototypen-/Musterbau: Doch die Zahl der Unternehmen, die 3D-Druck in der Fertigung nutzen wächst. (Bild: ©NicoElNino - stock.adobe.com)

Individuelle Bauteile in Kleinserien werkzeuglos fertigen – das verspricht die additive Fertigung dem Maschinenbau. Wie weit verbreitet ist das schon? Und wann rechnet sich der Einsatz eines 3D-Druckers?

Ersatzteile aus dem 3D-Drucker, dass ist im Maschinenbau längst keine ferne Vision mehr, sondern mittlerweile alltagstauglich. Experten trauen der neuen Technik eine Menge zu und sprechen von Wachstumsraten von rund 30 Prozent. Bereits im Jahr 2015 lag der weltweite Umsatz bei 4,5 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Für das BMBF ist damit die additive Fertigung eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien, der in der Hightech-Strategie viele Fördermittel zufließen.

Mit 3D-Druck Formteile drucken

In der Lebensmittelbranche haben es bisher Nudeln, Pizzen und Schokotorten aus dem 3D-Drucker in die Medien gebracht, wenn solche Leckereien werbewirksam auf Lebensmittelmessen vorgestellt werden. Weniger spektakulär und deshalb auch nicht so medienwirksam ist der 3D-Druck von Ersatzteilen oder kundenindividuellen Formatteilen. Trotzdem schlummert hier viel Potenzial, was vor allem dem Trend zur Individualisierung geschuldet ist, der häufige Produktwechsel, kleine Chargen mit ständig wechselnden Formatteilen fordert und manchmal auch ganz neue Formatteile, die nur als Einzelstück benötigt werden.

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Vorteile gibt es sowohl für den End- anwender, als auch für den Maschinenbauer. Der Gedanke spezialisierte Bauteile zu drucken hat für beide Seiten Charme. So nutzt beispielsweise Verpackungsmaschinenhersteller Gerhart Schubert seit 2014 3D-Druck. Man habe mit drei verschiedenen Technologien bereits 20 000 Formteile hergestellt, sagt Markus Schindler, Leiter der Teilefertigung. Der Vorteil liege in der nahezu grenzenlosen Formgebung und das bei geringen Kosten. Aber auch ganz neue Dinge gehen, wie etwa Bohrungen um die Ecke legen.

Zeit sparen und Kosten senken

Zeit und Kosten könne man sparen, sagen auch die Experten von Krause Dimatec. Die Tochter der Horstmann Gruppe beschäftigt sich seit 2015 mit der additiven Fertigung und hat nun auch die Lebensmittelbranche ins Visier genommen. Für Krause Dimatec ist das sozusagen ein Heimspiel, denn mit Werner & Pfleiderer, Kemper, Haton, Riehle und Green gehören fünf auf Bäckereitechnik spezialisierte Unternehmen zur Gruppe. Deshalb ist es kein Zufall, dass die beiden in der Unternehmensbroschüre gezeigten Beispiele Bauteile von Bäckereimaschinen sind.

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