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Automatisierungstechnik Wago verzeichnet bestes Umsatzergebnis der Unternehmensgeschichte

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Die Wago-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 mit 862 Millionen Euro das beste Umsatzergebnis in ihrer 66-jährigen Geschichte. Mit einer Steigerung von 13 % erreichte der Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik damit das größte Umsatzplus der letzten sieben Jahre.

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(Bild: Wago/Christian Schwier)

Minden – Die deutliche Umsatzsteigerung ist laut Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer auf kontinuierliches Wachstum in allen Landesmärkten zurückzuführen. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 28 % traditionell den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 42 %. Es folgen die Märkte in Asien mit 17 % und Amerika mit 12 %. „Ein besonders hohes Wachstum ließ sich in Ungarn, Mexiko, der Türkei und Russland verzeichnen“, erläuterte Jürgen Schäfer. Das Unternehmen setze auch weiterhin auf eine konsequente Internationalisierung: „Mit unser aktuell gegründeten Vertriebsgesellschaft in Kanada sind wir mit nunmehr 29 eigenen Gesellschaften und über 80 Vertretungen weltweit für unsere Kunden vor Ort.“

Wago mit Weltpremiere auf der Hannover Messe

„Als Markführer für elektrotechnische Produkte mit Federanschlusstechnik präsentieren wir in diesem Jahr eine Weltpremiere auf der Hannover Messe“, kündigt Chief Executive Officer Sven Hohorst an. Neue Interface-Produkte erhöhen die Anwendungsvielfalt bei Stromversorgungen, Energiemesstechnik und Signalwandlung. „Unser Automatisierungsportfolio ist die Basis für zahlreiche Applikationen im Digitalisierungsumfeld wie Monitoring, Cloud-Connectivity, Gebäudeautomation oder Smart Grid“, so Sven Hohorst.

Mit dem Umsatz wachsen die Mitarbeiterzahlen. Erstmals beschäftigte WAGO zum Jahresende mehr als 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon über 3.500 in Deutschland, mehr als 2.500 am Stammsitz in Minden/Westfalen und über 1.000 in Sondershausen/Thüringen. Damit fand der kontinuierliche Ausbau der Belegschaft eine weitere Fortsetzung – seit 2007 hat sich die Mitarbeiterzahl fast verdoppelt. Mit 277 Auszubildenden und dual Studierenden in Minden und Sondershausen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Fach- und Führungskräften.

Investitionen von knapp 100 Millionen Euro mit Schwerpunkt in Deutschland

Das Investitionsvolumen betrug 2017 knapp 100 Millionen Euro, von denen 60 % in Deutschland investiert wurden. Der Schwerpunkt lag bei der Automatisierung von Maschinen und Anlagen in der Fertigung. Für das aktuelle Geschäftsjahr plant die Wago-Gruppe, die Investitionen auf über 100 Millionen zu steigern. „Dabei wird der Investitionsschwerpunkt mit einem Anteil von etwa 70 % erneut in Deutschland liegen. Die größten Projekte sind dabei Erweiterungen im Bereich Produktion und Bürogebäude am Standort Minden“, erläuterte Sven Hohorst.

Digitalisierung: Herausforderungen annehmen und Chancen nutzen

Die digitale Transformation ist für die WAGO-Gruppe ein wichtiger Erfolgsfaktor in der strategischen Ausrichtung. Chief Digital Officer & Chief Marketing Officer Christian Sallach erläuterte im Rahmen der Pressekonferenz das Vorgehen des Unternehmens. „Wir sehen Herausforderungen und Chancen in der Digitalisierung, die wir sehr ernst nehmen und denen wir optimal begegnen. Deshalb ist das Thema bei uns fest in der Organisation verankert, sowohl auf Geschäftsleitungsebene als auch mit einer eigenen Einheit, die sich inhaltlich nur darauf fokussiert.“

WAGO setzt auf eine ganzheitliche Betrachtung der digitalen Transformation – von Geschäftsmodellen über Prozesse bis hin zur Unternehmenskultur. Dazu habe man ein ganzheitliches Framework entwickelt, das alle Aspekte strategisch abbilde. „Auf dieser Basis arbeiten wir mit Partnern an konkreten Projekten“, so Christian Sallach. Das Unternehmen vernetzt sich mit Start-ups, Forschungsclustern und Hochschulen und arbeitet auch mit Global Playern wie etwa Microsoft zusammen. Neben der individuellen Wissensvermittlung für jeden einzelnen Mitarbeiter spielen diese Projekte und Kooperationen auch eine wichtige Rolle dabei, umfassendes Digitalwissen im Unternehmen zu verankern.

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