Quartalsbericht Wacker Chemie Wacker verzeichnet höhere Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen

Redakteur: Marion Henig

Die Nachfrage zieht an, die Maßnahmen zeigen Wirkung: Im Vergleich zum schwachen ersten Quartal hat Wacker im zweiten Quartal wieder deutlich zugelegt. Für das Gesamtjahr 2009 rechnet der Konzern jedoch weiterhin mit einem Umsatz und einem operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahr.

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(Grafic/Quelle: Wacker Chemie AG)
(Grafic/Quelle: Wacker Chemie AG)
( Archiv: Vogel Business Media )
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München – Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2009 von der gestiegenen Nachfrage ihrer Kunden profitiert. Zwar haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise im Berichtszeitraum die Geschäftsentwicklung des Münchner Chemiekonzerns nach wie vor beeinträchtigt.

Der Umsatz liegt mit 925,5 Millionen Euro 18 Prozent unter Vorjahr. Im Vergleich zum 1. Quartal 2009 haben die Umsatzerlöse aber um sechs Prozent zugelegt. Ursache für den Anstieg gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind höhere Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen. Niedrigere Preise haben das Umsatzwachstum dagegen gebremst.

Einsparungen bei den Personal- und Sachkosten sowie die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise für die Rohstoffe Ethylen und Methanol haben im 2. Quartal 2009 dazu beigetragen, die Ergebnisentwicklung zu stabilisieren. Auf der anderen Seite belastet in vielen Bereichen die nach wie vor niedrige Auslastung der Produktionskapazitäten weiterhin die Profitabilität des Geschäfts. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 170,1 Millionen Euro. Es lag damit um 47 Prozent unter dem Vergleichswert des starken Vorjahres, aber acht Prozent über dem Wert des Vorquartals. Im EBITDA des 2. Quartals sind Rückstellungen in Höhe von 15 Millionen Euro für den anstehenden Stellenabbau bei Siltronic und im Geschäftsbereich Wacker Silicones enthalten. Dieser Sondereinfluss hat die Ergebnisentwicklung gebremst.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf -53,7 Millionen Euro zurück (Vorjahresquartal: 224,9 Millionen Euro). Ausschlaggebend für den überproportionalen Rückgang des EBIT war eine Sonderabschreibung im Anlagevermögen der Siltronic von 121,3 Millionen Euro. Diese Abschreibung trägt der geplanten Konzentration der Waferproduktion von Siltronic auf Leitstandorte und der voraussichtlichen Entwicklung des Halbleitermarktes Rechnung. Bereinigt um diesen Sondereffekt und die für den Stellenabbau gebildeten Rückstellungen hätte im 2. Quartal 2009 das EBIT 82,6 Millionen Euro betragen, 42 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009. Das Periodenergebnis des 2. Quartals belief sich auf -74,5 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 152,6 Millionen Euro).

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  • Seite 4: Ausblick auf das Gesamtjahr 2009 und Maßnahmen zur Sicherung des operativen Geschäfts

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