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Siliconkautschuk

Wacker und Fuji Polymers wollen bei Herstellung siliconbasierter Wärmeleitmaterialien zusammenarbeiten

| Redakteur: Alexander Stark

Wacker und Fuji Polymer Industries wollen bei der Entwicklung neuer Wärmeleitmaterialien künftig verstärkt zusammenarbeiten. Der deutsche Chemiekonzern liefert dem japanischen Siliconkautschukverarbeiter hierfür raumtemperaturvernetzende Silicone der Marke Elastosil für die Herstellung wärmeleitfähiger Kontaktfolien.

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Sarcon Thermal Gap Filler Pads von Fuji Polymer Industries sind passgenaue, wärmeleitfähige Gele in Mattenform.
Sarcon Thermal Gap Filler Pads von Fuji Polymer Industries sind passgenaue, wärmeleitfähige Gele in Mattenform.
(Bild: Wacker)

München; Nagoya/Japan – Ziel der Zusammenarbeit ist es, neue, hocheffiziente Siliconkomponenten für die Kühlung von elektronischen Bauteilen und Batterien in Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Wärmeleitfähige Folien und Matten aus dem Material werden vom 16. bis 18. Januar auf der International Automotive Electronics Technology Expo 2019 in Tokio, Japan, präsentiert.

Beide Partnerunternehmen produzieren siliconbasierte Wärmeleitmaterialien für industrielle Anwendungen. Das Produktangebot beider Unternehmen ist dennoch unterschiedlich. Während Wacker als Siliconhersteller unvernetzte flüssige bzw. pastöse Silicone als Gele, Vergussmassen, Kleb- und Dichtstoffe für die Verarbeitung mittels Dosierverfahren anbietet, fertigt Fuji Polymer Industries gebrauchsfertige Siliconelastomer-Komponenten, beispielsweise Kontaktmatten, Filme und Pads, für die Elektronik- und Automobilzulieferindustrie.

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In Zukunft wollen beide Unternehmen diese Zusammenarbeit stärken und ausbauen. Christian Gimber, Leiter des Bereichs Engineering Silicones bei Wacker Silicones betonte, dass sich die Partner in Zukunft verstärkt austauschen werden, um gemeinsam innovative Materialien für die wachsenden Anforderungen in der Elektronik- und Automobilindustrie entwickeln zu können. Die jetzt begonnene Zusammenarbeit gehe weit über diese Messe hinaus.

Auf der demnächst stattfindenden International Automotive Electronics Technology Expo 2019 in Tokio zeigt Fuji Polymer Industries bereits erste Produkte, die aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangen sind. Da Elektronische Bauteile und Batterien viel Wärme erzeugen, die zu Lasten der Funktionalität und Lebensdauer gehen und zu schwerwiegenden Störungen führen können, werde in vielen Anwendungen, beispielsweise in der Unterhaltungselektronik oder in der Elektromobilität, ein effizientes Wärmemanagement immer wichtiger, sagt Gimber. Um die Komponenten besser zu kühlen, setze die Industrie deshalb immer häufiger auf wärmeabführende Materialien, so der Manager weiter.

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