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Hauptversammlung Wacker-Umsatz soll 2017 weiter wachsen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wacker Chemie erwartet nach einem guten Geschäftsjahr 2016 für das laufende Jahr weitere Zuwächse beim Umsatz. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl bei der Hauptversammlung 2017. Um einen mittleren einstelligen Prozentsatz soll der Umsatz wachsen.

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Ruddolf Staudigl will Wacker Chemie in diesem Jahr zu einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentsatz-Bereich führen.
Ruddolf Staudigl will Wacker Chemie in diesem Jahr zu einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentsatz-Bereich führen.
(Bild: Wacker)

München – Im 1. Quartal 2017 waren sowohl der Umsatz als auch das Ebitda von Wacker deutlich besser ausgefallen als im Vorjahr und im Vorquartal. Im Gesamtjahr dagegen wird das um Sondererträge bereinigte Ebitda in erster Linie auf Grund steigender Rohstoffpreise voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentwert zurückgehen. Staudigl bestätigte damit die Jahresprognose, die der Chemiekonzern nach der Entkonsolidierung von Siltronic bei der Vorlage seines Berichts zum 1. Quartal 2017 aktualisiert hatte.

Staudigl ging in seiner Rede vor rund 1.000 Aktionären im Internationalen Congress Center München auf die Ausrichtung des Unternehmens in den kommenden Jahren ein und erläuterte die strategischen Ziele, die für Wacker bis 2020 im Vordergrund stehen. „Wir bauen unsere Produktionskapazitäten weiter aus mit Investitionen, die unterhalb der Abschreibungen liegen“, sagte der Vorstandschef. „Wir wollen stärker wachsen als der Durchschnitt der Chemieindustrie und mit unseren Produkten attraktive Margen erzielen. Für die Chemiebereiche streben wir eine Ziel-Ebitda-Marge von über 16 % an. Für unser Polysiliciumgeschäft liegt das Ziel bei über 30 %.“

Entwicklung neuer Produkte

Ein weiterer Schwerpunkt ist nach Staudigls Worten die Entwicklung neuer Produkte mit dem Fokus auf nachhaltige Energieerzeugung, Elektromobilität und Energieeinsparung. Als Beispiele nannte er Hochleistungssilicone für Elektroautos, Klebstoffzusätze für Windräder und Dispersionspulver für Wärmedämmsysteme. Darüber hinaus will das Unternehmen an der Prozesseffizienz seiner Produktionsanlagen arbeiten. Ziel ist es, den Rohstoff- und Energieeinsatz weiter zu verringern und gleichzeitig eine höhere Mengenausbeute zu erreichen.

„Wachstum im Umsatz, niedrigere Investitionen sowie weitere Effizienz- und Kostenverbesserungen erhöhen in den nächsten Jahren unseren Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft“, hob Staudigl hervor. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen seine bisherige Dividendenpolitik neu formuliert. Statt bisher mindestens 25 % schüttet das Unternehmen jetzt rund die Hälfte seines Jahresüberschusses an die Aktionäre aus. Für das Geschäftsjahr 2016 liegt die Ausschüttungssumme bei 99,4 Millionen Euro. Die Dividende pro dividendenberechtigter Aktie beträgt 2,00 Euro. Auch die übrigen Vorschläge der Verwaltung wurden von der Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

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