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Bilanzzahlen 2. Quartal 2016 Wacker steigert Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wacker Chemie hat im 2. Quartal 2016 den Umsatz sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch im Vergleich zum Vorquartal weiter ausgebaut. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1386,2 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 1 %.

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„Wacker ist nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres operativ auf einem guten Kurs“, sagt Konzernchef Rudolf Staudigl. „Der Absatz von Siliciumwafern war im 2. Quartal 2016 marktbedingt nach wie vor verhalten. In den Chemiebereichen und im Polysiliciumgeschäft ist die Nachfrage dagegen anhaltend hoch.“
„Wacker ist nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres operativ auf einem guten Kurs“, sagt Konzernchef Rudolf Staudigl. „Der Absatz von Siliciumwafern war im 2. Quartal 2016 marktbedingt nach wie vor verhalten. In den Chemiebereichen und im Polysiliciumgeschäft ist die Nachfrage dagegen anhaltend hoch.“
(Bild: Wacker Chemie)

München – Die im Jahresvergleich deutlich höheren Absatzmengen bei Siliconen, Polymerprodukten und Polysilicium sind der wesentliche Grund für diesen leichten Anstieg. Die gegenüber dem Vorjahresquartal niedrigeren Preise, vor allem für Polysilicium und für Halbleiterwafer, konnte Wacker dadurch mehr als ausgleichen. Im Vergleich zum Vorquartal (1314,3 Millionen Euro) ist der Umsatz um gut 5 % gewachsen. Höhere Absatzmengen sowie die besseren Preise für Polysilicium haben die Umsatzentwicklung positiv beeinflusst.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich im 2. Quartal 2016 auf 300 Millionen Euro. Das sind 9 % weniger als im Vorjahr, aber 31 % mehr als im Vorquartal. Der Rückgang des Ebitda im Jahresvergleich ist maßgeblich beeinflusst von einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen im Vorjahr. Im 2. Quartal 2015 hatte Wacker Vertrags- und Lieferbeziehungen mit Kunden aus der Solarbranche beendet. In diesem Zusammenhang waren Sondererträge von 86,7 Millionen Euro angefallen.

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2016 hat das Unternehmen konkretisiert. Das Ebitda soll auf vergleichbarer Basis – also ohne Sondererträge aus Schadenersatzzahlungen sowie aus der Auflösung von Vertrags- und Lieferbeziehungen zu Solarkunden – um 5 bis 10 % über dem Vorjahr liegen. Nach dem guten Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr geht die Geschäftsleitung jetzt davon aus, dass das bereinigte Ebitda am oberen Ende dieser Spanne liegen wird. Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen unverändert mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Welchen Umsatz liefern die Kontinente?

Im 2. Quartal 2016 ist der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen mit Ausnahme von Amerika weiter gewachsen. In Asien beliefen sich die Umsätze des Konzerns im Berichtsquartal auf 582 Miillionen Euro. Das ist rund 1 % mehr als im Vorjahr. In der Region Europa hat Wacker von April bis Juni 2016 Umsätze in Höhe von 325,6 Millionen Euro (4 % mehr als im Vorjahr). Noch positiver hat sich das Geschäft in Deutschland entwickelt. Dort stiegen die Umsatzerlöse um 6 %. In der Region Amerika blieb der Umsatz preis- und mengenbedingt um 4 % unter Vorjahr.

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im 2. Quartal 2016 auf 88 Millionen Euro. Das sind 59 % weniger als vor einem Jahr. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit waren im Berichtsquartal die noch verbleibenden Arbeiten zur Fertigstellung des neuen Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Die Inbetriebnahme der Anlagen ging von April bis Juni weiter plangemäß voran. Weitere Investitionen gingen in die Modernisierung von Kristallziehanlagen und die weitere Automatisierung der Produktion bei Siltronic sowie in den Ausbau der Kapazitäten für fertige Siliconprodukte.

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