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Solarthermie-Kraftwerk

Wacker liefert Wärmeträgeröl nach China

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wacker Chemie verstärkt ihre Zusammenarbeit mit Royal Tech CSP, einem chinesischen Spezialunternehmen für Solarthermieanlagen auf Basis von CSP-Technologie (Concentrated Solar Power). Die Münchner werden das chinesische Unternehmen exklusiv mit ihrem neu entwickelten Siliconöl beliefern.

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CSP-basierte Solarthermiekraftwerke – CSP steht für concentrated solar power – bündeln mittels verspiegelter Parabolrinnenkollektoren das einfallende Sonnenlicht und erhitzen auf diese Weise das in einer Vakuumröhre fließende Wärmeträgeröl.
CSP-basierte Solarthermiekraftwerke – CSP steht für concentrated solar power – bündeln mittels verspiegelter Parabolrinnenkollektoren das einfallende Sonnenlicht und erhitzen auf diese Weise das in einer Vakuumröhre fließende Wärmeträgeröl.
(Bild: Wacker)

München – Das Siliconöl kommt als Wärmeträgerflüssigkeit in den CSP-Solarkraftwerken von Royal Tech zum Einsatz. Es lässt sich bis zu einer Temperatur von 425 Grad Celsius erhitzen und bleibt auch bei Temperaturen von -40 Grad Celsius noch dünnflüssig, so das Unternehmen. Es ermögliche damit in Kombination mit den Parabolrinnenkollektoren von Royal Tech Wirkungsgrade, die sich mit konventionellen Wärmeträgerflüssigkeiten nicht erreichen lassen.

Das chinesische Unternehmen realisiert gegenwärtig ein Solarkraftwerk in der westchinesischen Stadt Yumen mit einer Leistung von 50 Megawatt.

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Spezialisiert auf Solarthermie

Royal Tech ist spezialisiert auf die Entwicklung von Komponenten und Lösungen für Solarthermieanlagen auf Basis von CSP-Technologie. Dabei konzentrieren verspiegelte Parabolrinnen das Sonnenlicht auf Röhren (Receiver), die mit Wärmeträgerflüssigkeit gefüllt sind. Über Wärmetauscher und Dampfturbinen wird die Sonnenenergie dann in elektrischen Strom umgewandelt.

Der Wirkungsgrad solcher Anlagen hängt entscheidend davon ab, möglichst hohe Temperaturen der Wärmeträgerflüssigkeit zu erreichen und einen Teil der während des Tages anfallenden Wärme so zu speichern, dass auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugt werden kann und ein Dauerbetrieb ermöglicht wird.

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Wolfgang Ernhofer

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