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Geschäftsbilanz 2017 Wacker investiert auf stabilem Niveau in Anlagenausbau

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wacker Chemie hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 6 % auf 4,92 Milliarden Euro gesteigert. Höhere Absatzmengen sowohl bei Chemieprodukten als auch bei Polysilicium haben für das Umsatzplus gesorgt. Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im vergangenen Jahr auf 326,8 Millionen Euro. Das sind 3 % weniger als vor einem Jahr. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war der Ausbau der Kapazitäten in den drei Chemiebereichen.

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„In allen unseren Geschäftsbereichen ist die Kundennachfrage sehr hoch. Unser Chemiegeschäft wird in diesem Jahr weiter zulegen“, sagt Wacker-Chef Rudolf Staudigl zu den Konzernergebnissen.
„In allen unseren Geschäftsbereichen ist die Kundennachfrage sehr hoch. Unser Chemiegeschäft wird in diesem Jahr weiter zulegen“, sagt Wacker-Chef Rudolf Staudigl zu den Konzernergebnissen.
(Bild: Wacker)

München – Am südkoreanischen Standort Jincheon hat Wacker neue Anlagen zur Herstellung von Silicondichtstoffen und Spezialsiliconen errichtet. Die Produkte gehen in die Bau-, Elektronik- und Automobilindustrie. In Burghausen hat das Unternehmen seine Polymerproduktion um einen neuen Dispersionsreaktor erweitert. Die Anlage ging im 4. Quartal in Betrieb und hat eine Jahreskapazität von 60.000 t.

Mit weiteren Investitionsprojekten hat Wacker im Jahr 2017 begonnen. Dazu zählen neue Anlagen für Dispersionen und Dispersionspulver am Standort Ulsan in Südkorea, der Bau einer neuen Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren am US-Standort Charleston und die Erweiterung der Kapazitäten für die Herstellung von Siliciummetall im norwegischen Holla. In León in Spanien modernisiert Wacker eine 2016 erworbene Großfermentationsanlage. Dort soll künftig biotechnologisch erzeugtes Cystin für die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie hergestellt werden.

Ausblick auf 2018

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) summierte sich im Geschäftsjahr 2017 auf 1014,1 Millionen Euro. Das sind 6 % mehr als vor einem Jahr und entspricht einer Ebitda-Marge von 20,6 %. Im Jahr 2018 will Wacker an seine gute Geschäftsentwicklung aus dem Vorjahr anknüpfen. Währungseffekte und Änderungen an den Rechnungslegungsvorschriften werden den Umsatz voraussichtlich um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag schmälern. Dennoch will das Unternehmen seinen Umsatz im Gesamtjahr um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigern. Das Ebitda des Konzerns soll im Vergleich zu 2017 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen.

In seinem Chemiegeschäft sieht Wacker für das laufende Jahr gute Chancen, weiter zu wachsen. In allen drei Chemiebereichen sollen die Umsätze weiter steigen. Wacker Silicones erwartet ein Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei Wacker Polymers und Wacker Biosolutions wird der Umsatzanstieg voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. In seinem Polysiliciumgeschäft geht das Unternehmen für das Jahr 2018 auf Grund des gegenwärtigen Stillstands der Produktionsanlagen in Charleston von Absatzmengen auf Vorjahresniveau mit niedrigeren Durchschnittspreisen für Polysilicium aus. Der Umsatz wird deshalb um einen hohen einstelligen Prozentbereich unter dem Wert des Vorjahres erwartet.

Insgesamt erwartet Wacker im Geschäftsjahr 2018 weiter steigende Rohstoffpreise und Gegenwind durch den stärkeren Eurokurs gegenüber dem Dollar. Auf Grund dieser Rahmenbedingungen soll der Konzernumsatz um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen. Das Ebitda soll weiter wachsen und um einen mittleren einstelligen Prozentsatz über dem Vorjahr liegen.

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