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Produktionsengpässe

Wacker erweitert Silicon- und Polymerkapazitäten in China

| Redakteur: Tobias Hüser

Im chinesischen Nanjing produziert der Chemiekonzern Wacker Vinyl-acetat-Ethylen-Copolymerdispersionen (VAE). Kapazitätserweiterungen sind sowohl hier als auch am Siliconstandort Zhangjiagang geplant.
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Im chinesischen Nanjing produziert der Chemiekonzern Wacker Vinyl-acetat-Ethylen-Copolymerdispersionen (VAE). Kapazitätserweiterungen sind sowohl hier als auch am Siliconstandort Zhangjiagang geplant. (Bild: Wacker)

Wacker erweitert seine Produktionskapazitäten für Silicon- und Polymerprodukte in China. Die Festsiliconkautschuk-Herstellung sowie das Geschäft mit Vinylacetat-Ethylen (VAE)-Copolymerdispersionen soll ausgebaut werden. Insgesamt sind Investitionen von insgesamt 20 Millionen Euro geplant, die auch in die Forschungsabteilungen des Unternehmens im Reich der Mitte fließen.

München – Konkret erweitert Wacker seine Festsiliconkautschuk-Herstellung in Zhangjiagang sowie seine Kapazitäten für Vinylacetat-Ethylen (VAE)-Copolymerdispersionen in Nanjing. Auch das Technical Center des Unternehmens in Shanghai wird ausgebaut. Geplant sind u.a. neue F&E-Labore für Siliconöle und -harze, pyrogene Kieselsäure und raumtemperaturvernetzende Siliconelastomere. Ein Food-Anwendungslabor für Produkte des Geschäftsbereichs Wacker Biosolutions ist ebenfalls vorgesehen.

Die Mittel fließen größtenteils in technische Maßnahmen zur Beseitigung von Produktionsengpässen und in den Ausbau von Kapazitäten. Ein Investitionsschwerpunkt ist der Produktionsstandort Zhangjiagang, wo Wacker neben pyrogener Kieselsäure diverse Siliconprodukte herstellt, darunter auch Festsiliconkautschuke. Durch den Bau einer neuen Produktionslinie können dort künftig mehrere Tausend Tonnen Festsiliconkautschuk zusätzlich gefertigt werden. Am Polymerstandort Nanjing sind verfahrenstechnische Verbesserungen bei der Herstellung von VAE-Dispersionen vorgesehen. Dadurch steigt die Produktionskapazität um bis zu 30.000 t/a. Die angekündigten Ausbau- bzw. Debottlenecking-Maßnahmen werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen sein.

„Die Region Greater China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für uns. Mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro ist die Region, in der wir ein Viertel unseres Konzernumsatzes erwirtschaften, der größte Binnenmarkt für Wacker“, sagte Vorstandsvorsitzender Rudolf Staudigl vor Kunden in Shanghai. Die Nachfrage nach Silicon- und Polymerprodukten in China nimmt seit Jahren stetig zu. Wegen der bereits hohen Auslastung der Produktionsanlagen seien zusätzliche Mengen aber kaum noch möglich. „Deshalb erweitern wir jetzt die Kapazitäten an unseren chinesischen Standorten Zhangjiagang und Nanjing. Auf diese Weise können wir das Wachstum unserer Kunden begleiten und unsere Marktposition in der Region nachhaltig stärken“, sagte Staudigl.

F&E-Ausbau bis Ende 2018

In Shanghai betreibt Wacker bereits ein lokales technisches Anwendungszentrum. Bis Ende 2018 entstehen dort zusätzliche Siliconlabore für die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen im Beschichtungs-, Bau- und Konsumgüterbereich. Im Zuge des Ausbaus wird auch das Labor für raumtemperaturvernetzende Siliconelastomere erweitert. Dort werden neuartige Kleb- und Dichtstoffe für die Baubranche und für Industrieanwendungen entwickelt. Ein anwendungstechnisches Labor für die wachsenden Ansprüche der Nahrungsmittelindustrie wird ebenfalls eingerichtet.

Bereits im Frühjahr hatte das Chemieunternehmen seine Polymersynthese-Kapazitäten für Forschungszwecke verdoppelt. „Die Erweiterung unserer F&E-Einrichtungen wird unsere Innovationsfähigkeit vor Ort deutlich stärken“, betonte Lindblad. „Dementsprechend wird unser F&E-Team in den nächsten Jahren im zweistelligen Prozentbereich wachsen.“ Wacker ist bereits seit mehr als 20 Jahren mit einer eigenen Niederlassung in Greater China vertreten und hat in den letzten Jahren seine Aktivitäten dort stark ausgebaut. Das Unternehmen verfügt nicht nur über sieben Vertriebsbüros in allen wichtigen Wirtschaftsregionen, sondern auch über zwei technische Zentren sowie drei Produktionsstandorte.

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