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Polymere Bindemittel

Wacker erweitert Produktionsanlagen für Dispersionen in Südkorea

| Redakteur: Tobias Hüser

Im Wacker-Werk in Ulsan werden bereits VAE-Dispersionen hergestellt, die als Bindemittel unter anderem in der Bau-, Beschichtungs- und Klebstoff-industrie Verwendung finden. Mit dem neuen Sprühtrockner für Dispersionspulver festigt das Unternehmen seine Position als Markt- und Technologieführer auf diesem Gebiet.
Im Wacker-Werk in Ulsan werden bereits VAE-Dispersionen hergestellt, die als Bindemittel unter anderem in der Bau-, Beschichtungs- und Klebstoff-industrie Verwendung finden. Mit dem neuen Sprühtrockner für Dispersionspulver festigt das Unternehmen seine Position als Markt- und Technologieführer auf diesem Gebiet. (Bild: Wacker Chemie)

Wacker Chemie erweitert seine bestehenden Produktionsanlagen für polymere Bindemittel in Südkorea. Der Chemiekonzern will am Standort Ulsan einen neuen Sprühtrockner für Dispersionspulver mit einer Gesamtkapazität von 80.000 Jahrestonnen errichten. Darüber hinaus plant das Unternehmen einen weiteren Reaktor für Dispersionen auf Basis von Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE).

München, Ulsan/Südkorea – Die Dispersionen der neuen Reaktorlinie werden als Rohstoff für den Sprühtrockner zur Produktion polymerer Dispersionspulver benötigt. Damit wird sich die Kapazität für VAE-Dispersionen in Ulsan mehr als verdoppeln. Der Anlagenkomplex, der die gesamte Produktkette von VAE-Dispersionen bis zu Dispersionspulvern abdeckt, ist dann einer der größten seiner Art weltweit. Für den Ausbau der Produktion sowie der Infrastruktur vor Ort sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen noch vor Ende dieses Jahres beginnen und bis zum 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein.

„Die zusätzlichen Kapazitäten stärken unsere Marktposition als weltweit führender Hersteller von Dispersionen und Dispersionspulvern und helfen uns, die stetig wachsende Nachfrage unserer Kunden in Asien langfristig zu begleiten“, sagt der Wacker-Konzernchef Rudolf Staudigl zu dem Ausbau der Produktionsanlagen. Weltweite Trends wie Urbanisierung, Renovierung und Energieeffizienz steigern den Bedarf an umweltfreundlichen Trockenmörtelprodukten und damit die Kundennachfrage nach hochwertigen Dispersionspulvern von Wacker. Neben den neuen Anlagen investiert der Konzern auch in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur vor Ort.

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Versorgung für asiatische Märkte gesichert

Dal-ho Cho, Leiter der Landesgesellschaft Wacker Chemicals Korea, betont die Bedeutung der Ausbaumaßnahmen für die asiatischen Märkte: „Die neuen Anlagen bieten nicht nur eine zuverlässige Basis für die Versorgungskette von Wacker in Südkorea in den nächsten Jahren. So sind wir auch in der Lage, unseren Kunden erstklassige, vor Ort hergestellte Produkte und Lösungen zu liefern und ganz gezielt auf ihre speziellen Bedürfnisse einzugehen.“ Die Nutzung der bereits vorhandenen Infrastruktur am Standort Ulsan ermögliche darüber hinaus Synergieeffekte bei Transport und Logistik.

Der Chemiekonzern stellt am Standort Ulsan bereits VAE-Dispersionen der Marke Vinnapas her. Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Dispersionen und Dispersionspulvern ist Wacker heute laut eigenen Angaben weltweiter Technologie- und Marktführer auf dem Gebiet vinylacetat-basierter Co- und Terpolymere. Die Bindemittel werden u.a. in der Bau-, Farben-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie benötigt, zum Beispiel zur Formulierung von hochwertigen Fliesenklebern, wasserabweisenden zementären Dichtungsschlämmen, energiesparenden Wärmedämmverbundsystemen oder geruchs- und emissionsarmen Innenfarben. Darüber hinaus werden sie auch in Papierbeschichtungen, Teppichanwendungen oder technischen Textilien eingesetzt.

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Wacker in Korea

Wacker liefert bereits seit Mitte der 1980er Jahre chemische Produkte nach Südkorea. 1996 wurde die lokale Landesgesellschaft Wacker Chemicals Korea gegründet. Seit Anfang 2008 produziert das Unternehmen in Ulsan im Südosten Koreas VAE-Dispersionen und unterstützt seine Kunden und Partner vor Ort mit einem Technical Center für Forschung und Anwendungstechnik. Im Jahr 2010 erwarb man die koreanische Silicon-Marke Lucky-Silicone, die vor allem Silicondichtstoffe für den Baubereich produziert und vermarktet. 2012 zog Wacker in das Pangyo Techno Valley nahe der Hauptstadt Seoul, wo nun unter einem Dach Forschung und Entwicklung, Anwendungstechnik sowie die Wacker Academy, eine Einrichtung zur Aus- und Weiterbildung, untergebracht sind.

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