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Bilanz: 10 % Umsatzwachstum Wacker erstmals über fünf Milliarden Euro

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der bayerische Chemiekonzern Wacker knackt zum ersten Mal die fünf Milliarden Euro Grenze. Im Gesamtjahr 2015 konnten die Münchner den Umsatz um 10 % auf 5,3 Milliarden Euro steigern. Das Jahresergebnis liegt mit 240 Millionen Euro um 23 % über dem Vorjahr. Besonders das Chemiegeschäft wächst.

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„Vor allem unser Chemiegeschäft hat sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. „Hier waren die Umsätze deutlich höher als vor einem Jahr. Das hat die im Jahresvergleich niedrigeren Polysiliciumpreise und die leicht rückläufigen Absatzmengen bei Halbleiterwafern mehr als ausgeglichen. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“
„Vor allem unser Chemiegeschäft hat sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. „Hier waren die Umsätze deutlich höher als vor einem Jahr. Das hat die im Jahresvergleich niedrigeren Polysiliciumpreise und die leicht rückläufigen Absatzmengen bei Halbleiterwafern mehr als ausgeglichen. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“
(Bild: Wacker / Regina Recht)

München – Wacker Chemie hat nach einem insgesamt soliden 4. Quartal sein Umsatzziel für das Gesamtjahr 2015 erreicht und beim Ergebnis die eigenen Erwartungen leicht übertroffen. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte der Münchner Chemiekonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 5,3 Milliarden Euro (2014: 4,83 Milliarden Euro). Das sind rund 10 % mehr als im Jahr 2014. Höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte sind die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg, so das Unternehmen. Alle Geschäftsbereiche haben 2015 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 1,04 Milliarden Euro (2014: 1,04 Milliarden Euro). Es lag damit trotz deutlich geringerer Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Sondererträge beliefen sich im Gesamtjahr 2015 auf rund 137 Millionen Euro (2014: 206 Millionen Euro). Bereinigt um diesen Effekt hat sich das Ebitda im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9 % erhöht.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des Geschäftsjahres 2015 ist mit 470 Millionen Euro (2014: 443 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr um 6 % gewachsen. Das Jahresergebnis 2015 des Wacker-Konzerns liegt nach den vorläufigen Berechnungen bei 240 Millionen Euro (2014: 195 Millionen Euro).

Chemiegeschäft entwickelt sich gut

„Vor allem unser Chemiegeschäft hat sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. „Hier waren die Umsätze deutlich höher als vor einem Jahr. Das hat die im Jahresvergleich niedrigeren Polysiliciumpreise und die leicht rückläufigen Absatzmengen bei Halbleiterwafern mehr als ausgeglichen. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“

Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden

Die Investitionen von Wacker im Geschäftsjahr 2015 lagen nach den vorläufigen Zahlen bei 835 Millionen Euro (2014: 572 Millionen Euro). Das sind projektbedingt 46 % mehr als vor einem Jahr. Die Abschreibungen des vergangenen Geschäftsjahres beliefen sich auf 575 Millionen Euro (2014: 599 Millionen Euro). Der Großteil der Investitionen ging in die Fertigstellung des neuen Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Wacker hat dort wie geplant zum Jahresende mit der Inbetriebnahme der Anlagen begonnen. Weitere Mittel flossen in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Polymerprodukte und Silicone.

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