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Erweiterungsmaßnahmen

Wacker baut globale Produktion von Siliconkautschuk aus

| Redakteur: Alexander Stark

Siliconkautschuke bestehen im wesentlichen aus Siliconpolymeren und Füllstoffen.
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Siliconkautschuke bestehen im wesentlichen aus Siliconpolymeren und Füllstoffen. (Bild: Wilhelm Stallmeister / Wacker Chemie AG)

Der Chemiekonzern Wacker hat angekündigt, weltweit seine Produktionskapazitäten für Siliconkautschuk erhöhen zu wollen. Durch Erweiterungsmaßnahmen an mehreren Standorten plant das Unternehmen bis 2021 eine schrittweise Steigerung seiner Kapazitäten für Spezialkautschuke um insgesamt 40.000 Jahrestonnen.

München – Für diese Kapazitätsoffensive sind Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro vorgesehen. Der Geschäftsbereich Wacker Silicones folge mit diesen Investitionen seiner Strategie, das Spezialitätenportfolio weiter auszubauen, teilte der Konzern mit.

Siliconkautschuk gehört derzeit zu den gefragtesten Hochleistungswerkstoffen in der Industrie. Silicone sind leistungsfähig, ermöglichen innovative Produktlösungen und sind wegen ihres einzigartigen Eigenschaftsprofils aus vielen Schlüsselbranchen wie der Automobil-, Medizin- und Elektroindustrie nicht mehr wegzudenken, argumentiert Robert Gnann, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Silicones. Überdurchschnittliches Wachstum werde getrieben durch die Trends zu Hybridautos, zur Elektromobilität und zur Digitalisierung sowie zur dezentralen alternativen Stromerzeugung durch Wind und Solarenergie, so der Geschäftsbereichsleiter.

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Durch Kapazitätserweiterungen in den vorgelagerten Produktionsstufen und in der Endfertigung will der Hersteller die Verfügbarkeit und den Service für seine Kunden von Siliconkautschuk in nächster Zeit weiter verbessern. Bereits im April dieses Jahres hatte der Konzern in Jincheon, Südkorea, eine neue Produktionsstätte für Silicondichtstoffe und wärmeleitfähige Siliconmassen in Betrieb genommen. Angelaufen ist auch die Produktion von raumtemperaturvernetzenden Siliconelastomeren und Flüssigsiliconkautschuken im indischen Amtala, wo die Produkte in einem Joint Venture mit Metroark Silicone gefertigt werden.

2019 plant der Chemiekonzern an seinen Produktionsstandorten Burghausen (Deutschland), Adrian (US-Bundesstaat Michigan) und Zhangjiagang (China) Kapazitätszuwächse bei Flüssigsiliconkautschuk, hoch- und raumtemperaturvernetzenden Siliconen und bei wärmeleitfähigen Siliconmassen. Geprüft wird derzeit auch der Bau einer Produktionsanlage für Festsilicon am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Der Chemiekonzern stellt dort bereits seit 2016 polykristallines Silicium her. Eine Anlage zur Produktion von hochdisperser Kieselsäure, ein wichtiger Füllstoff zur Herstellung von Festsilicon, wird im nächsten Jahr dort in Betrieb gehen.

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