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Upcycling in der Glasherstellung

Vom Staub zum Brikett zur Flasche

| Redakteur: Tobias Hüser

Mit dem Upcycling können bis zu 25.000 t Abfälle in der Glasherstellung vermieden werden.
Mit dem Upcycling können bis zu 25.000 t Abfälle in der Glasherstellung vermieden werden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Das Bundesumweltministerium fördert ein Pilotprojekt der Wiegand-Glashüttenwerke zur energieeffizienten Aufbereitung von Abfallprodukten in der Glasherstellung. Rund 1,3 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm fließen in den Aufbau eines neuen Verfahrens zur Wiederverwendung von feinen Stäuben aus dem Produktionszyklus für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Berlin – Mit Schließung dieser Kreislauflücke können jährlich 25.000 t Abfall am Standort Steinbach am Wald vermieden und die gleiche Menge Rohstoffe eingespart werden. Zudem wird der Energieverbrauch gesenkt. Insgesamt können rund 13.300 t CO2 jährlich vermieden und die Emissionen weiterer Luftschadstoffe wie Stick- und Schwefeloxide gesenkt werden.

Wiegand-Glashüttenwerke produziert in vier Werken täglich mehr als acht Millionen Glasbehälter. Bei der Glasproduktion entstehen feine Stäube bei der Abgasreinigung und Feinkorn bei der Scherbenaufbereitung. Diese bisherigen Abfälle können trotz geeigneter Zusammensetzung nicht wieder eingeschmolzen werden, weil sie den Ofenraum verstauben und damit zu Prozessstörungen und Schäden an der Anlage führen würden. Bisher fallen dadurch jährlich 25.000 t Material an, das deponiert werden muss.

Damit gehen wertvolle Rohstoffe verloren und Deponieraum wird unnötig beansprucht. Zusätzlich entstehen durch die Abfalltransporte und Primärstofflieferungen CO2-Emissionen, die durch die Nutzung der Feinfraktionen vermieden werden können. Durch die neue Aufbereitung sollen die bisherigen Abfälle erstmals zur Herstellung weiterer Flaschen und Gläser eingesetzt werden. Dazu wird das Material zu Briketts gepresst. Diese Briketts können zusammen mit Altglas und weiteren notwendigen Primärrohstoffen eingeschmolzen werden.

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