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Bioplastik

Vom 'Gelben Sack' zum Synthese-Rohstoff: Kann man Bioplastik recyclen?

| Autor / Redakteur: Katja Schneider / Dominik Stephan

Polymilchsäure-Granulat. Auch für diesen Werkstoff werden Recyclingmöglichkeiten gesucht.
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Polymilchsäure-Granulat. Auch für diesen Werkstoff werden Recyclingmöglichkeiten gesucht. (Bild: FNR/Dörthe Hagenguth)

Biokunststoffe sollen helfen, Ressourcen und Energie zu sparen und neue Produkte zu ermöglichen - aber geht diese Rechnung auch beim Recycling auf? Ein neuer Forschungsverbund soll herauszufinden, ob sich biobasierter Kunststoffmüll als Wertstoff nutzen lässt.

Ist der Joghurt aufgegessen und das Obst aus der Folie genommen, ist der Lebensweg der Kunststoffverpackung noch lange nicht zu Ende. Nicht umsonst sehen Gesetzgebung und Wirtschaft, aber auch Umweltorganisationen die Kunststoffverpackungen als wichtigen Wertstoff an, der mittels Recycling in der Wertschöpfungskette für neue Kunststoffprodukte verbleiben soll.

Diese Anforderungen gelten uneingeschränkt auch für biobasierte Kunststoffe. Zusätzlicher Pluspunkt: ein werkstoffliches Recycling schont auch die Ressource Biomasse und reduziert die benötigten Anbauflächen.

Der aktuelle Forschungsverbund widmet sich vorrangig den technischen Fragestellungen zum Sortier- und Recyclingverhalten von Produkten und Abfällen aus Biokunststoffen, soll aber auch Fragen zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit beantworten.

Aufgelöst dient PLA als Rohstoff zur Polymer-Synthese

In zwei Teilvorhaben untersucht Knoten Weimar zusammen mit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der Technischen Universität Chemnitz die Möglichkeiten einer zuverlässigen Erkennung und Sortierung unterschiedlicher biobasierter Polymerprodukte in der Praxis sowie des werkstofflichen Recyclings von Post-Consumer-Abfällen, wie z. B. Verpackungsabfälle, unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Ziel ist, dabei auch zukünftige mengenabhängige Verwertungsszenarien für Biokunststoffe aufzuzeigen und zu eruieren.

Biokunststoffmarkt wächst laut European Bioplastics bis 2017 kräftig

Marktprognose Biokunststoffe

Biokunststoffmarkt wächst laut European Bioplastics bis 2017 kräftig

17.01.14 - Der Biokunststoffmarkt soll von 1,4 Millionen Tonnen 2012 bis 2017 auf über 6 Millionen Tonnen wachsen. Unter Berücksichtigung dieses Wachstumspotentials würde die für den Anbau von Biomasse benötigte Fläche 2017 etwa 0,02 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfläche betragen. Dies geht aus der aktuellen Marktprognose hervor, die der Branchenverband European Bioplastics jährlich in Kooperation mit dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover veröffentlicht. lesen

Die Fraunhofer-Institute für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), für Holzforschung (WKI) und für Angewandte Polymerforschung (IAP) widmen sich den komplexen Anforderungen des lösungsmittelbasierten Recyclings von PLA aus dem Post-Consumer-Bereich, der Einbindung von Alt-Polylactid in den Syntheseprozess für PLA und einer Nachhaltigkeitsbewertung der entwickelten Verfahren.

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