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Polyaryletherketon (PAEK) Victrex untermauert mit neuer Produktionsanlage Wachstumsprogramm

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Mit einer Kapazitätserhöhung für Polyaryletherketon auf über 7000 Jahrestonnen hat Victrex die Grundlage geschaffen, um sein Wachstum voranzutreiben. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen sieben Megaprogramme.

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Die zusätzliche Anlage zur PAEK-Herstellung nahm im April 2015 in Großbritannien ihren Betrieb auf. Über 1000 Tonnen Stahlträger, mehr als 2250 Kubikmeter Beton und fast 30.000 Meter Rohre wurden beim Bau der Anlage verwendet.
Die zusätzliche Anlage zur PAEK-Herstellung nahm im April 2015 in Großbritannien ihren Betrieb auf. Über 1000 Tonnen Stahlträger, mehr als 2250 Kubikmeter Beton und fast 30.000 Meter Rohre wurden beim Bau der Anlage verwendet.
(Bild: Victrex)

Hofheim am Taunus – Victrex hat die erste Linie seiner dritten Produktionsanlage zur Herstellung von Polyaryletherketon (PAEK) in Betrieb genommen. Die neue Anlage für rund 90 Millionen Britische Pfund ermöglicht eine noch höhere Versorgungssicherheit für die Kunden und das Bereitstellen von Gesamtlösungen.

Die jüngsten Investitionen erhöhen die Produktionskapazität von Victrex um 70 Prozent auf über 7000 Tonnen pro Jahr. Zusätzlich hat der weltweit führende PAEK-Hersteller auch seine Investitionen in Downstream-Bereiche wie Aptiv Folien, Rohre und Tapes sowie inzwischen auch medizintechnische Komponenten fortgesetzt. Die Bereitstellung von kompletten Lösungen über die reine Polymerherstellung hinaus unterscheidet das Unternehmen nach eigenen Angaben von Wettbewerbern.

Die neue PAEK-Anlage sei eine zentrale Voraussetzung, um Kernwachstum und künftige Chancen weiterzuentwickeln, heißt es. Unterstützt wird das durch langfristige Megatrends in den Victrex-Zielmärkten Automobil, Luftfahrt, Energie, Elektronik und Medizin, in denen sich das Unternehmen auf wenige Segmente mit großem Potenzial konzentriert. Dazu gehören zum Beispiel Befestigungselemente (sogenannte Brackets) im Flugzeugbau, Anwendungen in Mobilgeräten, im menschlichen Knie oder in Partnerschaft mit Magma in der Öl- und Gasindustrie. Erst kürzlich hat Victrex ein Gesamtmarktpotenzial für das Hochleistungspolymer PAEK von mehr als 80 000 Tonnen ermittelt.

State-of-the-Art-Anlagen

„Wir werden uns immer weiter vom Werkstoffhersteller zum Lösungsanbieter bewegen. Unsere Investitionen, nicht nur in die PAEK-Produktion, sondern auch in Downstream-Bereiche, in Know-how bei Spitzentechnologie sowie in Forschung und Entwicklung ermöglichen es, unser Unternehmen weiter zu differenzieren. Bereits heute sind wir in der Lage, Marktlücken durch die Bereitstellung von Halbzeugen und Fertigkomponenten, zum Beispiel Aptiv-Folien bzw. Anwendungen im Medizinbereich, zu schließen. Die dritte Produktionsanlage versetzt uns in die Lage, eine nachhaltige Versorgungssicherheit anzubieten, was neben strengen Qualitätsanforderungen entscheidend für unsere Kunden ist“, erläutert David Hummel, Chief Executive von Victrex.

Die zusätzliche Anlage zur PAEK-Herstellung nahm im April 2015 in Großbritannien ihren Betrieb auf. Über 1000 Tonnen Stahlträger, mehr als 2.250 Kubikmeter Beton und fast 30.000 Meter Rohre wurden beim Bau der Anlage verwendet. Bereits in der Bauphase und nun in der laufenden Produktion haben Sicherheit und Umweltschutz höchste Priorität. Sichergestellt werden sie durch definierte Prozesse und behördliche Genehmigungen sowie durch notwendige und erfolgreich absolvierte Prüfungen. Darüber hinaus sorgt ein neuer Kontrollraum für die zentrale Steuerung und Überwachung aller drei Produktionsanlagen.

Ausbau der Technologieführerschaft

Victrex entwickelt sich ständig weiter und hebt sich nach eigenen Angaben von Wettbewerbern auch durch Investitionen in gezielte Forschung und Entwicklung ab. Das Unternehmen betreibt Technologiezentren am Hauptsitz in Großbritannien, in Japan und in China mit dem Ziel, den Kunden weltweit als auch regional einen noch besseren Service zu bieten. Der weitere Ausbau der Technologieführerschaft ist bereits in Vorbereitung. Zum Jahresanfang gab das Unternehmen Pläne für ein Polymer-Innovationszentrum in Großbritannien bekannt. So sollen Prototypenfertigung und Scale-up bei künftigen Entwicklungen gefördert werden und es Kunden ermöglichen, Anwendungen vor der vollständigen Kommerzialisierung zu testen.

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