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Digitalisierung in der Prozessindustrie

Via Fahrstuhl in zukünftige Automatisierungswelten

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Dr. Jürgen Brandes, CEO der Siemens Division Process Industries and Drives spricht über neue Chancen für innovative Geschäftsmodelle.
Dr. Jürgen Brandes, CEO der Siemens Division Process Industries and Drives spricht über neue Chancen für innovative Geschäftsmodelle. (Bild: Mühlenkamp)

„Wir sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung nicht nur für Neuanlagen der Prozessindustrie, sondern auch für Altanlagen machbar ist“, so Dr. Jürgen Brandes, CEO der Siemens Division Process Industries and Drives. Denn jetzt stehen die Technologien zur Verfügung, um die Digitalisierung zu bewerkstelligen.

„Dabei geht es nicht mehr darum, ob oder ob nicht, sondern um das wie“, ergänzte Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation. Und hier erarbeitete Siemens gemeinsam mit Anwendern bereits überzeugende Beispiele. So bietet der Kompressorenhersteller Kaeser nicht mehr nur Kompressoren an, sondern verkauft auch Druckluft. Dies bietet neue Chancen für innovative Geschäftsmodelle.

Mit Pfizer wurde in einem Cocreation-Prozess die automatisierungstechnische Basis geschaffen, um die kontinuierliche Fertigung voran zu treiben. Und der australische Farbenhersteller Dulux ist nun in der Lage, auch für kleine Mengen kundenspezifische Farben anzubieten. Die Unterschiedlichkeit der Projekte zeigt aber auch, dass Beratung einen großen Raum einnimmt. „Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen wollen kundenspezifische Digitalisierungs-Roadmaps“, so die Erfahrung von Eberle.

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Eine weitere Erfahrung aus den vergangenen Jahren: „ Es geht nicht darum zu warten, bis die Automatisierungswelt in allen Bereichen digitalisiert ist, sondern man muss jetzt einzusteigen. Wir finden gemeinsam Lösungen“, ermutigt Dr. Brandes die Anwender. Denn Siemens hat längst erkannt, dass sich nur mit engen Partnerschaften die komplexen Aufgaben lösen lassen.

Jüngste Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Covestro, Bilfinger, Sartorius Stedim Biotech (SSB) oder Evonik. Fortschritte gibt es auch in Bezug auf NOA (Namur Open Architecture) und der modularen Automation (ein Prototyp ist rechts im Bild oben zu sehen). „Damit haben wir bereits heute die Forderungen der Anwender aus der Prozessindustrie umgesetzt“, verweist Brandes stolz. Weitere Einblicke gibt es via Fahrstuhl– in nur wenigen Sekunden wird der Besucher in zukünftige Welten der Automatisierung katapultiert.

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