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CAD-Software

Versuchsanlagen schnell und unkonventionell konstruieren

| Redakteur: Matthias Back

Ferrodecont-Mitarbeiter Bernhard Binder begutachtet eine Farbreaktion für die Analytik.
Ferrodecont-Mitarbeiter Bernhard Binder begutachtet eine Farbreaktion für die Analytik. (Bild: Ferrodecont)

Unkonventionell konstruieren statt sich mühsam in das CAD-System einzuarbeiten, das ist bei der Konstruktion einer Versuchsanlage mit Solid Edge und der Rohrleitungslösung Smap3D Plant Design gelungen.

Um Chargentests von Kundenabwässern und weitergehende Forschungsarbeiten durchzuführen, standen die Gründer und Geschäftsführer von Ferrodecont vor der Herausforderung, eine für ihr Analyseverfahren (siehe Infokasten weiter unten) effiziente Versuchsanlage zu entwickeln und zu bauen. Zeit für eine Einarbeitung in eine Konstruktionssoftware blieb wenig. Ziel war es, ihre Visionen schnell und zielführend umzusetzen. Gesucht wurde eine Lösung, die dem Konstrukteur eine Planung ermöglicht, die seinem innovativen Gedankengang folgt – und keine, bei der die optimale Umsetzung seiner Idee erst mühevoll Schritt für Schritt ermittelt werden muss. Ausgeschlossen wurden deshalb Software-Systeme, die durch ihre komplizierte Handhabung eine Weiterentwicklung der Ideen blockieren oder behindern. Zugleich sollte die Lösung eine verlässliche Baugrundlage schaffen, die keine nachträglichen Kosten durch manuelle Fehler verursacht.

Die Entscheidung der beiden Gründer ist auf das 3D-CAD-System Solid Edge von Siemens PLM Software und die 3D-Rohrleitungslösung Smap3D Plant Design von CAD Partner gefallen. Ohne den Lösungs-, Support- und Schulungsanbieter Acam Systemautomation aus Österreich wäre es jedoch nicht gelungen, diese optimal aufeinander abgestimmte Software-Kombination in dieser Geschwindigkeit zu recherchieren und als geeignet zu identifizieren: „Unser Partner Acam Systemautomation liefert uns industrieerprobte Gesamtlösungen für die Anlagenplanung aus einer Hand“, so Peter Müller, Geschäftsführer von Ferrodecont.

Software vermeidet Medienbrüche

Smap3D Plant Design vermeidet Medienbrüche; das beschleunigt den Konstruktionsprozess deutlich. Für Peter Müller ist Smap3D Plant Design „ein wesentlicher Baustein, eine Art Motor für unsere Konzeptionierung, damit wir Ideen schnell umsetzen. Durch die Prozesssicherheit lässt sich das Fehlerpotential weitgehend reduzieren oder sogar eliminieren. Die damit gewonnene Prozesssicherheit minimiert die Entwicklungszeit um mehr als 50 %.”

Über die Erstellung eines digitalen Zwillings mit Solid Edge ist es gelungen, ein virtuelles und verlässliches 1:1-Modell der Anlage zu schaffen.

Auf die damit verbundene Planungssicherheit würden die beiden Geschäftsführer nicht mehr verzichten wollen. So ist es darüber hinaus möglich, weitere Ideen zu testen und zu simulieren. Aber auch auf den Software-Spezialisten Acam Systemautomation verlässt man sich gerne: Die Entscheidung für das Unternehmen ist nicht nur aufgrund der regionalen Nähe gefallen. Acam überzeugte vor allem durch ihre Präsentation der Smap3D-Produktkette. So können mit Smap3D alle relevanten Prozesse, von P&ID über 3D Piping bis hin zur Isometrie, abgedeckt werden. Gleichzeitig sorgt der gute Support für Begeisterung.

Aufgrund ihrer mittlerweile gewonnenen Erfahrung im Anlagenbau konzipiert und fertigt die Ferrodecont GmbH inzwischen auch kleine automatisierte Versuchsanlagen. Diese können nun aufgrund der eingesetzten Softwareumgebung von Solid Edge mit Smap3D Plant Design visualisiert und nach Kundenwunsch umgesetzt werden.

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Ergänzendes zum Thema
 
Das Ferrodecont-Verfahren

Das Ferrodecont-Verfahren punktet mit einer Reihe von Vorteilen: Die sonst eher hohen Sanierungskosten von Altstandorten, die sich üblicherweise bei Sanierungsbeginn ergeben, sinken deutlich. Das mobile und kompakte Konzept der Reinigungsanlage sorgt dafür, dass die anfänglich hohen Investitionskosten für einen stationären Infrastrukturaufbau entfallen. Die In-situ-Methode garantiert schnelle Einsatzbereitschaft und verspricht bei gut durchlässigen Böden rasche Verbesserungen der Schadstoffsituation. Giftige Abwässer werden ohne toxikologisch bedenkliche Chemikalien schonend abgereinigt und daraus entfernte Schwermetalle müssen nicht entsorgt werden, sondern können einem nachgeschalteten Aufbereitungsprozess zugeführt werden.

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Aus einem Schadstoff wird ein Wertstoff

Die Abreinigung selbst geschieht mithilfe von nullwertigen Eisenpartikeln in Fließbettreaktoren, die Schadstoff und Partikeln gut durchmischen. Dabei wird ein intensiver Kontakt von gelösten Kontaminanten und den Reaktionspartnern erzielt. Die in diesem Prozess entstehenden festen Reaktionsprodukte können im Anschluss aus der Flüssigkeit abgetrennt werden. Aus einem gelösten Schadstoff wird dadurch ein wiederverwertbarer fester Wertstoff gemacht.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke konstruktionspraxis.

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