Prozessleitsystem

Versions-Upgrade eines bewährten Leitsystems – für jeden etwas (mehr)

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Auch in einem weiteren entscheidenden Punkt bietet die neue Version Betreibern Vorteile: Die Möglichkeit der Überwachung mechanischer Komponenten wie Pumpen, Ventile oder Wärmetauscher auf einwandfreien Betrieb. Sie ist im Gegensatz zur Überwachung elektronischer Komponenten viel aufwändiger und erfordert in den meisten Betrieben ein gesondertes Überwachungssystem. Für den Operator bedeutet das zusätzlichen Aufwand: Zusammenhänge zwischen den Systemen müssen hergestellt, andere Be-dien- und Anzeigephilosophien erlernt werden. Auf den Betreiber kommen durch solche separaten Lösungen entsprechende Kosten für Einrichtung und Betrieb der Systeme zu.

In der Version 8.1 stellt Simatic PCS 7 bereits in der Standardbibliothek so genannte Condition-Monitoring-Bausteine zur Überwachung solcher mechanischen Assets bereit und erlaubt so die Einbindung von umfassenden Konzepten der Zustandsüberwachung direkt ins Leitsystem – bei konsistentem Erscheinungsbild und ohne gesondertes System.

Vor allem bei umfangreichen Applikationen oder bei der Zusammenlegung mehrerer Betriebswarten profitieren Betreiber in Zukunft von erweiterten Systemkapa-zitäten. So kann ein Automatisierungsprojekt ab Version 8.1 18 anstatt wie bislang zwölf OS-Server, 40 anstatt 32 Clients und 100 statt 50 Web Clients beinhalten. Damit wird der Weg freigemacht für noch besser angepasste Systemkonfigurationen an entsprechende Anlagenstrukturen.

Weitere Neuerungen betreffen u.a. das Thema IT-Security. Hier hat das Gesamtsystem Simatic PCS 7 den Achilles-Bronzestatus erhalten. Das Achilles-Zertifizierungsprogramm von Wurldtech Security Technologies gilt international als Standard für industrielle Sicherheit. Die Zertifizierung bestätigt, dass das Gesamtsystem über die notwendigen Funktionalitäten verfügt, um einen sicheren und stabilen Prozessbetrieb zu gewährleisten.

Hardware-Neuerungen

Im Rahmen der neuen Version sind auch einige für Betreiber interessante Hardware-Neuerungen erhältlich. So lässt sich nun die zweite Ethernet-Schnittstelle der Simatic PCS CPU 410 nutzen. Dadurch können ohne weitere Kommunikationskarten redundante Profinet-Ringstrukturen realisiert werden. Die neue dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP bringt deutliche Vorteile in der Benutzerfreundlichkeit, erlaubt schnelle Kommunikation via Profinet und sorgt für mehr Performance. Die kompakte Baugröße, das integrierte Powermodul und erhöhte Energieeffizienz machen das Gerät zum idealen Partner in Anwendungen der Wasserwirtschaft oder Lebensmittelindustrie.

* Die Autorin ist im Bereich Marketing & Promotion Industrial Automation Systems, Siemens AG, Industry Sector in Karlsruhe tätig.

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