Prozessleitsystem

Versions-Upgrade eines bewährten Leitsystems – für jeden etwas (mehr)

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Für mehr Bedienkomfort und erhöhte Aufmerksamkeit sorgt auch die drastische Verkürzung der Bildanwahlzeiten: Vor allem bei komplexen Bedienbildern, auf denen sehr viele Prozesswerte in Echtzeit angezeigt werden, dauerte der Bildaufbau entsprechend einige Sekunden. Das ist nicht nur in kritischen Momenten gefährlich, sondern wird bei der täglichen Arbeit als sehr störend empfunden. Nun werden durch Verbesserungsmaßnahmen selbst detailreiche und große Bedienbilder mit vielen Variablen wesentlich schneller aufgebaut, was zu mehr Sicherheit und flüssigerem Arbeiten beiträgt.

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Die neue Version unterstützt jetzt auch vollständig die Verwendung der Simatic HMI Comfort Panels. Diese Vor-Ort-Bedieneinheiten sorgen für detailgetreue Darstellung von Prozessbildern, garantieren schnellen Bildaufbau und bieten diverse Schnittstellen wie Ethernet oder USB.

Leistungsstärkerer Betrieb

Mehr Flexibilität, schnelleres Profitieren von Performancesteigerungen durch Updates und unterbrechungsfreies Laden sind die Hauptvorteile von „Type Change in Run“. Was bedeutet das? Bislang standen Betreiber Bausteinupdates stets skeptisch gegenüber: Selbstverständlich wollte man von den Neuerungen einer verbesserten Bausteinbibliothek profitieren, aber lohnt es sich, dafür die entsprechenden Automatisierungssysteme zu stoppen, also die Produktion zu unterbrechen?

Dieses Dilemma ist beim Einsatz der neuen CPU 410 und der Version 8.1 beseitigt. Updates von einzelnen Bausteinen oder einer Bausteinbibliothek sind genauso unterbrechungsfrei möglich wie das Einspielen einer Anlagenerweiterung, z.B. dem Hinzufügen eines Motors. Das Automatisierungssystem muss dazu nicht mehr wie sonst üblich neu gestartet werden.

Damit profitieren die Betreiber zeitnah von Updates, ohne fürchten zu müssen, dass die Produktion unterbrochen wird. Dieselbe Unterbrechungsfreiheit gilt nun auch für das Upgraden der Systemerweiterungskarte (System Expansion Card – SEC). Sie regelt die Leistungsdimensionierung der CPU 410 je nach Automatisierungsaufgabe. Die Anzahl der Prozessobjekte (PO) entscheidet über den benötigten Leistungsumfang. Die Spannweite reicht von 100 PO bis unbegrenzt (die CPU ist als limitierender Faktor auf knapp über 2600 ausgelegt), wobei mit Einführung der neuen Version die Erweiterungsschritte auf einfacher handhabbare 100er-Einheiten gesetzt wurden.

Für Betreiber sichert die Neuerung nicht nur unterbrechungsfreien Betrieb bei der Erweiterung, sie erlaubt auch ein sehr exaktes Anpassen der Leistung an die Aufgabe und hilft so, unnötige Investitionskosten zu sparen, da eine Erweiterung an POs nun jederzeit einfach möglich ist und das Einplanen von Sicherheitsreserven somit unnötig macht.

Schritt für Schritt updaten

Die Version 8.1 unterstützt außerdem auch unterschiedliche Versionsstände von Bausteinbibliotheken. Damit ist ein schrittweises Updaten von Automatisierungssystemen möglich, was zu mehr Freiheiten bei der Wartung einer Anlage führt. Da bislang alle Automatisierungssysteme denselben Bibliotheksversionsstand haben mussten, konnten stets nur alle zusammengehörigen Controller gleichzeitig mit Bausteinbibliotheks-Updates versorgt werden. Das brachte neben umfangreichen Wartungsmaßnahmen vor allem Anlagenstillstände mit sich.

Neu in Version 8.1: Condition-Monitoring-Bausteine zur Überwachung mechanischer Assets. Mehr auf der nächsten Seite.

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