Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Verpuffung in Gebäude des Chemparks Leverkusen – vier Verletzte

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20.01.2022

Karlsruhe/Frankfurt (dpa) *14:55 Uhr – Ineratec sammelt Kapital für Frankfurter E-Kerosin-Anlage ein

Es ist der Stoff, mit dem der Luftverkehr nachhaltiger werden will: Synthetisches Kerosin soll noch in diesem Jahr im Frankfurter Industriepark Höchst hergestellt werden. Der Pilotanlagen-Betreiber Ineratec hat dafür bei strategischen Investoren 20 Millionen Euro Kapital eingeworben, wie das Unternehmen am Donnerstag in mitteilte. Mit dabei sind zusätzlich zu den bisherigen Investoren der Luft- und Raumfahrtkonzern Safran, der Energiedienstleister Engie und die MPC-Gruppe aus der Schifffahrt.

Ineratec betreibt bereits im niedersächsischen Emsland eine Pilotanlage zur Herstellung von nachhaltigem E-Kerosin. Nun soll in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Flughafens eine Anlage im industriellen Maßstab folgen. Das Kerosin wie auch andere Kraftstoffe können aus Wasserstoff und Kohlendioxid gewonnen werden. Letzteres stammt aus einer vorhandenen Biogasanlage. Der grüne Wasserstoff wird laut Ineratec vor Ort in einem Elektrolyseur mit nachhaltig erzeugtem Strom hergestellt.

Die Power-to-Liquid-Anlage soll im Jahr 3500 Tonnen beziehungsweise 4,6 Millionen Liter Kraftstoff erzeugen können. Das wären 0,04 Prozent des Bedarfes allein der deutschen Fluggesellschaften, den der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft für 2019 auf 11,88 Milliarden Liter beziffert hat.

Dessau-Roßlau (dpa/sa) *14:30 Uhr – Corona-Impfstoff von IDT Biologika: Keine EU-Zulassung vor 2023

Der Impfstoffhersteller IDT Biologika aus Dessau-Roßlau hofft auf eine EU-Zulassung des eigenen Corona-Impfstoffes ab 2023. Bereits seit 2020 arbeite IDT zusammen mit einem wissenschaftlichen Konsortium an dem neuen Impfstoff, sagte Simone Kardinahl, Entwicklungsleiterin bei IDT, am Donnerstag. Aktuell befinde sich der Vektor-Impfstoff noch in der Prüfung in einer sogenannten Phase I-Studie. Für ein Zulassungsverfahren sind Daten aus einer Phase III-Studie nötig.

IDT Biologika entwickelt nicht nur ein eigenes Vakzin, sondern produziert auch Impfstoffe für andere Hersteller, darunter Astrazeneca und Valneva, deren Totimpfstoff noch nicht zugelassen ist. Das Unternehmen profitiert stark von der Corona-Impfstoffproduktion und legte nach Aussage von Firmenchef Jürgen Betzing 2021 das erfolgreichste Jahr der rund 100-jährigen Firmengeschichte hin.

Das Unternehmen plant bis Ende 2022 seine Produktionskapazitäten deutlich auszuweiten. Mit einer zweiten High-Speed-Abfülllinie könnten laut einer Unternehmenssprecherin dann ab Anfang 2023 jede Woche zwei bis fünf Millionen Impfdosen hergestellt werden. Dazu sollen in diesem Jahr 200 weitere Arbeitsplätze entstehen. IDT Biologika beschäftigt aktuell rund 1650 Mitarbeiter.

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