Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Verpuffung in Gebäude des Chemparks Leverkusen – vier Verletzte

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21.01.2022

San Ramon (dpa) *14:14 Uhr – Chevron folgt Total aus Myanmar

Der US-Öl- und Gasmulti Chevron gab am Freitag ebenfalls bekannt, sich aus Myanmar zurückzuziehen. Dabei schlossen sich die Amerikaner der Entscheidung von Total an. Chevron sei kein Betreiber des Gasprojekts im Yadana-Feld und habe dort selbst nur einen Minderheitsanteil, erklärte ein Sprecher. Genaue Angaben zum Zeitplan machte das Unternehmen nicht. Der Rückzug solle geplant und geordnet erfolgen, hieß es in einem Statement.

Paris (dpa) *10:57 Uhr – Energiekonzern Total zieht sich nach Militärputsch aus Myanmar zurück

Der französische Energiekonzern Total zieht sich ein Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar komplett aus dem südostasiatischen Land zurück. Die sich weiter verschlechternde Menschenrechtssituation und generelle Lage habe zu der Entscheidung geführt, sich nach Aufgabe laufender Projekte auch aus der Gasförderung im Yadana-Feld zurückzuziehen, teilte Totalenergies am Freitag in Paris mit. Mit dem Schritt werde auch auf die Forderung von Menschenrechtsorganisationen und Anteilseignern eingegangen, die verhindert sehen wollten, dass Erträge aus der Gasförderung den Machthabern in Myanmar zugute kommen. Dazu habe Total am Ende keine andere Möglichkeit als den kompletten Rückzug gesehen.

Die Gasförderung unter der Regie von Total werde innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist von sechs Monaten auslaufen, während der das Unternehmen die Energieversorgung weiterhin verlässlich sicherstellen will. Eine finanzielle Kompensation für Total werde es nicht geben.

In Myanmar hatte die Armee vor einem Jahr die Macht übernommen. Das Militär hatte die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Jeder Widerstand wird mit brutaler Härte unterdrückt. In vielen Teilen des Landes haben sich lokale bewaffnete Einheiten gebildet, um Widerstand gegen die Junta zu leisten.

Berlin (dpa/bb) *09:07 Uhr – Klimaschutzgruppe Extinction Rebellion demonstriert vor Bayer-Sitz

Die Umweltschutzinitiative Extinction Rebellion hat vor dem Berliner Sitz von Bayer für mehr Klimaschutz und Artenschutz demonstriert. Einige Demonstranten kletterten am Freitagmorgen auf das Vordach des Gebäudes von Bayer Monsanto an der Müllerstraße in Berlin-Wedding und zeigten Transparente, andere blockierten kurzzeitig die Straße. Die Polizei sprach von rund 40 Aktivisten. Alles verlaufe friedlich.

Auf Transparenten stand: «Die Klimakrise ist hier» und «Gefahrenzone Glyphosat». Extinction Rebellion forderte in einer Mitteilung: «Wir brauchen einen tiefgreifenden Plan. Das Leben auf diesem Planeten wird durch unsere Agrar- u. Umweltpolitik vernichtet.» Die Initiative verlangte von der Bundesregierung, gegen Artensterben und die Gefahren für die Ökosysteme vorzugehen.

Der Zeitpunkt des Protestes orientiere sich an der sonst Mitte Januar stattfindenden Grünen Woche, der großen Messe für Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie abgesagt.

Jerusalem (ots/PRNewswire) *03:10 Uhr – Jüdischer Nobelpreis für Pfizer-CEO

Die Genesis Prize Foundation gab bekannt, dass Dr. Albert Bourla, Vorsitzender und CEO von Pfizer, der Preisträger des Genesis-Preises 2022 ist. Er erhielt die meisten Stimmen in einer kürzlich abgeschlossenen weltweiten Kampagne, bei der 200.000 Menschen in 71 Ländern online abgestimmt haben. Die Entscheidung der Wähler wurde von den neun Richtern des Genesis Preis-Auswahlkomitees einstimmig gebilligt.

Das Komitee würdigte Bourla für seine Führungsqualitäten, seine Entschlossenheit und insbesondere für seine Bereitschaft, große Risiken einzugehen. Im Gegensatz zu den Vorständen der meisten anderen großen Unternehmen, die an der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen arbeiten, lehnte Dr. Bourla Milliarden von Dollar an US-Bundeszuschüssen ab, um staatliche Bürokratie zu vermeiden und die Entwicklung und Produktion des Impfstoffs zu beschleunigen. Infolgedessen konnte Pfizer den COVID-19 Impfstoff in Rekordzeit fertigstellen: Monate statt Jahre.

Der jährlich mit einer Million Dollar dotierte Genesis-Preis, der vom TIME -Magazin als jüdischer Nobelpreis bezeichnet wird, ehrt außergewöhnliche Persönlichkeiten für ihre herausragenden beruflichen Leistungen, ihren Beitrag zur Menschheit und ihr Engagement für jüdische Werte.

Der Tradition folgend, die vom ersten Preisträger Michael Bloomberg gegründet wurde, haben sich alle Genesis-Preisträger dafür entschieden, auf den Geldpreis für philanthropische Zwecke zu verzichten. Dr. Bourla hat die Genesis Prize Foundation gebeten, sein Preisgeld in Höhe von 1 Million Dollar für Projekte zu verwenden, die das Andenken an die Opfer des Holocausts bewahren sollen, mit besonderem Augenmerk auf die Tragödie der griechisch-jüdischen Gemeinde. Bourla wurde in Thessaloniki, Griechenland, geboren und wuchs in einer Familie auf, die die Schrecken des Holocausts aus erster Hand kannte. Seine Eltern gehörten zu den nur 2000 Überlebenden einer einst blühenden alten jüdischen Gemeinde von 50.000, die von den Nazis fast vollständig ausgelöscht wurde.

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