Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Verpuffung in Gebäude des Chemparks Leverkusen – vier Verletzte

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04.01.2022

Washington (dpa) *21:20 Uhr – USA verdoppeln bei Pfizer Bestellung von Corona-Medikament

Die US-Regierung wird ihre Bestellung des vielversprechenden Covid-19-Medikaments Paxlovid verdoppeln. Beim Pharmakonzern Pfizer würden Pillen geordert, um bis zu 20 Millionen Patienten behandeln zu können, erklärte Präsident Joe Biden am Dienstag im Weißen Haus. «Vielleicht brauchen wir sogar mehr», sagte Biden mit Blick auf die kommenden Monate. Das Medikament werde viele Krankheitsaufenthalte und Todesfälle verhindern. Zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech vertreibt Pfizer bereits einen viel genutzten Impfstoff gegen das Coronavirus.

Im November hatte Biden bereits eine Bestellung für zehn Millionen Behandlungen mit einem Auftragsvolumen von 5,3 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Euro) angekündigt. Das Pfizer-Medikament solle in den USA «einfach erhältlich und kostenlos» sein. Die ersten zehn Millionen Packungen sollen nach Angaben des US-Pharmakonzerns bis Ende Juni ausgeliefert werden, die zweite Hälfte bis zum Jahresende.

Ludwigshafen (dpa) *16:18 Uhr – BASF will Aktien für bis zu drei Milliarden Euro zurückkaufen

Der Chemiekonzern BASF will überraschend Aktien für bis zu drei Milliarden Euro zurückkaufen. Die Anteile am eigenen Unternehmen sollen bis Ende 2023 erworben werden, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Die Papiere sollen eingezogen und das Grundkapital entsprechend gesenkt werden. Als Grund nannte BASF unter anderem die positive Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr, aber auch Unternehmensverkäufe. BASF-Aktien legten bis Dienstagnachmittag um gut vier Prozent zu. Im vergangenen Jahr hatten die Papiere im Dax zu den Verlierern gezählt.

Neben dem Rückkauf eigener Papiere sollen die Aktionäre auch weiter von einer «progressiven Dividendenpolitik» profitieren, an der das Unternehmen festhalte, wie es weiter hieß. BASF werde unverändert bei der Mittelverwendung dem Wachstum aus eigener Kraft Vorrang geben. Zukäufe seien «derzeit von geringerer Bedeutung» für den Konzern.

Für das Corona-Jahr 2020 hatten die Ludwigshafener die Dividende trotz eines Milliardenverlusts bei 3,30 Euro je Aktie stabil gehalten. Zuvor war die Ausschüttung von 2,50 Euro im Jahr 2011 jedes Jahr gestiegen. Über den geplanten Rückkauf sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 29. April entscheiden. Zuletzt hatte BASF zwischen 1999 und 2008 Aktien für insgesamt fast zehn Milliarden Euro zurückgekauft.

Wien (dpa) *15:25 Uhr – Ölförderallianz Opec+ weitet Produktion wie geplant aus

Die Ölstaaten der Allianz Opec+ erhöhen nach Angaben der russischen Agentur Interfax wie geplant ihre Fördermenge. Im Februar sollen den Angaben zufolge zusätzlich 400 000 Barrel (je 159 Liter) am Tag gefördert werden. Darauf hätten sich die Vertreter aus den 23 Staaten des Verbunds am Dienstag bei einer Onlinekonferenz geeinigt.

Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz rechnet nach eigener Einschätzung nicht damit, dass die Omikron-Variante des Coronavirus gravierende weltwirtschaftliche Folgen haben wird. Mit der Ausweitung der Rohölmenge nähert sich die Gruppe wieder der Förderung vor dem Ausbruch der Pandemie an. Die Opec+ liefert rund 45 Prozent des Weltmarktbedarfs an Rohöl.

02.01.2022

Berlin (dpa) *12:15 Uhr – Medikament gegen schwere Corona-Verläufe soll bald einsatzbereit sein

Mit dem Medikament Paxlovid soll möglichst noch im Januar ein neues Mittel zur Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe in Deutschland eingesetzt werden können. «Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende dieses Monats das dafür notwendige Paket geschnürt haben, dass wir also Lieferungen des Medikaments erhalten und eine Notfallzulassung erreicht haben», sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der «Welt am Sonntag».

Laut dem SPD-Minister bereitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit eine solche nationale Zulassung des Medikament des US-Pharmakonzerns Pfizer vor. Deutschland solle so bereits vor der noch ausstehenden Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA in der Lage sein, Paxlovid einzusetzen.

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Vor knapp einer Woche hatte Lauterbach die Order von einer Million Packungen Paxlovid bekanntgegeben. Der SPD-Politiker geht davon aus, dass damit der absehbare Bedarf ausreichend abgedeckt werde. «Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten.» Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte kurz vor Weihnachten eine Notfallzulassung für Paxlovid ausgesprochen.

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