Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie Biontech will Impfstoff-Produktion stark ausweiten

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie zusammengefasst.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

10.05.2021

Mainz (dpa) *15:59 Uhr – Biontech will Impfstoff-Produktion stark ausweiten

Beflügelt von einem Milliardengewinn in den ersten drei Monaten will Biontech seine Corona-Impfstoff-Produktion weiter ausbauen und die Forschung in der Krebs-Therapie vorantreiben. «Unser Ziel ist es, zum globalen Machtzentrum der Immuntherapie im 21. Jahrhundert zu werden», sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Montag bei der Vorstellung der Wirtschaftsdaten im ersten Quartal.

Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Mio) bedeutet dies eine Verdreifachung. Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen – Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten.

Noch rasanter stieg der Umsatz, der in den ersten drei Monaten nach vorläufigen Zahlen 2,05 Milliarden Euro erreichte. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im entsprechenden Zeitraum 2020 (27,7 Mio). Der Anstieg sei vor allem auf die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Corona-Impfstoff zurückzuführen. Bis zum 6. Mai wurden demnach weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert. Biontech hat sich dazu mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammengeschlossen.

Biontech sei sich seiner globalen Verantwortung im Kampf gegen die Corona-Pandemie bewusst, sagte Sahin. Daher sei die Produktionskapazität für dieses Jahr von ursprünglich 1,3 Milliarden Impfstoffdosen auf bis zu drei Milliarden gesteigert worden. Davon seien voraussichtlich mehr als 40 Prozent für Länder mit mittlerem und geringem Einkommen bestimmt, sagte Sahin mit Blick auf Forderungen nach einer global gerechten Verteilung des Impfstoffs und einer Aufhebung von Patenten. Biontech werde eine Niederlassung in Singapur gründen und dort auch eine Produktionsanlage für den mRNA-Impfstoff aufbauen, sagte Sahin.

09.05.2021

Damaskus (dpa) *13:08 Uhr – Brand an Ölraffinerie in Syrien

An einer wichtigen Ölraffinerie im Bürgerkriegsland Syrien ist offenbar wegen eines Lecks an einer Pumpe ein Feuer ausgebrochen. Die Staatsagentur Sana veröffentlichte am Sonntag Fotos von Löscharbeiten und Rauch, der über der Anlage in Homs im Westen des Landes aufsteigt. Feuerwehrleute brachten den Brand nach einiger Zeit unter Kontrolle. «Der Kühlvorgang läuft», sagte der örtliche Feuerwehrchef Hassan Amar. Vier Feuerwehrleute kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

An der Ölanlage hatte es in den vergangenen Jahren mehrfach gebrannt. Die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg, die Teile von Homs kontrollierten, griffen die Anlage auch an. Die Kontrolle über die Ölfelder im Norden und Osten Syriens haben die von den USA unterstützten Kurdenmilizen. Die Anlagen für die Verarbeitung liegen dagegen in Gebieten unter Regierungskontrolle. Das eigentlich sehr einträgliche Geschäft mit Erdöl leidet unter dem Konflikt, in vielen Landesteilen sind Benzin und auch Gas knapp.

Vor zwei Wochen war ein Öltanker vor der syrischen Küste in Brand geraten. Das Schiff war nach offiziellen Angaben von einer Drohne angegriffen worden. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge kamen dabei drei Menschen ums Leben.

08.05.2021

Shanghai (ots/PRNewswire) *3:33 Uhr – Wuxi Biologics schließt drei Akquisitionen ab

Wuxi Biologics, ein globales Unternehmen mit führenden Open-Access-Biologika-Technologieplattformen, gab bekannt, dass es die Übernahmen einer Bayer-Produktionsanlage in Wuppertal, Deutschland, der Produktionsanlagen von Pfizer China in Hangzhou, China, sowie der CMAB Biopharma Group abgeschlossen hat.

Im Rahmen der im Dezember 2020 mit Bayer unterzeichneten Akquisitionsvereinbarung hat Wuxi Biologics den Betrieb und die Vermögenswerte einer Wirkstoffanlage (MFG19) in Wuppertal übernommen, die 3 x 1.000L Perfusions- und 6 x 2.000L Fed-Batch-Kapazitäten mit unabhängigen Downstream-Suiten umfassen wird. Wie im März 2021 bekannt gegeben wurde, schloss Wuxi Biologics die Übernahme der Anlagen für biologische Wirkstoffe und Produkte (MFG20/DP9/DP10) von Pfizer China in Hangzhou mit 2 x 2.000L Einweg-Bioreaktoren ab, die auf 4 x 2.000L erweitert werden können. Auf dem Gelände befinden sich auch zwei hochmoderne Produktionsanlagen zur Herstellung von Arzneimitteln (DP), für die Formulierung von Medikamenten und die Abfüllung in Fläschchen und Spritzen.

Ebenfalls im März 2021 wurde die Übernahme von CMAB bekannt gegeben, einer Auftragsentwicklungs- und Produktionsorganisation (CDMO) für Biologika mit Sitz in Suzhou, China. Der CDMO-Betrieb unterhält Anlagen (MFG21/DP11) mit 7.000 Litern Bioreaktor-DS-Kapazität sowie eine DP-Herstellung für Flüssig- und Lyophilisationsabfüllungen. Wuxi Biologics erwarb 100 % der Anteile an CMAB, das in Wuxi Biologics (Suzhou) umbenannt und als hundertprozentige Tochtergesellschaft betrieben wird.

07.05.2021

Genf (dpa) *17:24 Uhr – WHO-Notfallzulassung für chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen.

Oldenburg (dpa/lni) *11:14 Uhr – Verfahren gegen Pharma-Mitarbeiter muss eröffnet werden

Das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG) hat die Eröffnung eines Verfahrens wegen des Verdachts der illegalen Ausfuhr tödlich wirkender Tierarzneimittel angeordnet. Das OLG folgte mit seinem Beschluss am Freitag der Beschwerde der Staatsanwaltschaft und kassierte eine Entscheidung des Landgerichtes, das die Anklage gegen drei Pharma-Mitarbeiter aus rechtlichen Gründen nicht verhandeln wollte.

Es geht um Ausfuhren von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Pentobarbital, das zum Einschläfern von Tieren genutzt wird, in manchen Staaten aber auch zur Vollstreckung der Todesstrafe. Der Vertrieb der künstlich hergestellten Chemikalie unterliege strengen Regeln. Zur Ausfuhr werde eine Genehmigung des Außenwirtschaftsamts benötigt, betonte das OLG.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte Ende 2019 Anklage gegen die drei Angeschuldigten wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz erhoben. Es handelt sich um ein Pharmaunternehmen im Kreis Cloppenburg. Das Unternehmen habe von November 2017 bis Februar 2018 ohne Genehmigung in fünf Fällen Tierarzneimittel nach Japan und in die USA ausgeführt, so der Vorwurf.

06.05.2021

Wesseling, Deutschland (ots/PRNewswire) *23:38 Uhr –Lyondell Basell startet kommerzielle Herstellung von Polymeren aus Kunststoffabfällen

Lyondell Basell hat einen weiteren Schritt in Richtung seines Ziels angekündigt, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Am Unternehmensstandort Wesseling in Deutschland sollen aus Rohstoffen, die aus Kunststoffabfällen gewonnen werden, hochwertige Polymere hergestellt werden. Durch die thermische Umwandlung von Kunststoffabfällen wird dieser Rohstoff in den Produktionsanlagen in Ethylen und Propylen umgewandelt und anschließend in den nachgelagerten Einheiten für die Kunststoffherstellung zu Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) verarbeitet. Der erste Einsatz von Rohstoffen aus Kunststoffabfällen folgt auf den Erfolg des Unternehmens bei der Produktion von Kunststoffmaterialien aus erneuerbaren Rohstoffen wie Altspeiseöl, was dazu beiträgt, CO2 über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg und auch den Einsatz fossiler Rohstoffe zu reduzieren.

Lyondell Basell hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen seiner Betriebe weltweit bis 2030 um 15 % pro Tonne produzierter Produkte gegenüber 2015 zu senken und bis 2030 zwei Millionen Tonnen recycelter oder erneuerbarer Polymere herzustellen und zu vermarkten.

Berlin/Mainz (dpa) *16:45 Uhr – Deutsche Pharma-Firmen lehnen Patentfreigabe ab

Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. «Zur Überwindung der Pandemie bringen Patentfreigaben gar nichts», teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller am Donnerstag mit. Niemand könne in weniger als sechs Monaten eine Produktion hochziehen. «Und im nächsten Jahr werden die jetzigen Hersteller schon nach heutigem Planungsstand mehr Impfstoff-Dosen produzieren, als die Weltbevölkerung benötigt», sagte Verbandspräsident Han Steutel.

Zuletzt hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass Pharmafirmen vorübergehend den Patentschutz auf ihre Corona-Impfstoffe verlieren. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen, die die Mittel entwickelt haben.

Ähnlich skeptisch wie der Verband reagierte am Donnerstag auch der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech. «Der Herstellungsprozess von mRNA ist ein komplexer Prozess, der über mehr als ein Jahrzehnt entwickelt wurde», teilte das Unternehmen mit. Es brauche erfahrenes Personal und Rohmaterialien, die beschafft und für die Verwendung qualifiziert werden müssten. Wenn eine dieser Anforderungen nicht erfüllt sei, könnten Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs weder vom Hersteller noch vom Entwickler gewährleistet werden. «Dies könnte die Gesundheit der Geimpften gefährden.»

Zudem bestehe die Gefahr, dass einige der begrenzten und wichtigen Rohstoffe nicht effizient genutzt würden, wodurch die Menge der Impfstoffdosen, die in «etablierten Produktionsnetzwerken» hergestellt würden, reduziert werde, argumentierte Biontech. Patente seien nicht der begrenzende Faktor für die Produktion und Versorgung mit Impfstoff. «Sie würden kurz- und mittelfristig die weltweite Produktion und Versorgung mit Impfstoffdosen nicht erhöhen.»

Frankfurt am Main (ots) *15:46 Uhr – Trotz Verluste: Vorsichtiger Optimismus bei Kunststoffherstellern

Der Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe Deutschland hat bei seinem jährlichen Wirtschaftspressegespräch die jüngsten Erwartungen der Branche bestätigt: Die Kunststoffproduktion in Deutschland ging im Jahr 2020 - in Anbetracht der Pandemie - um 1,6 Prozent zurück. Um auch weiterhin resilient und wettbewerbsfähig zu bleiben, will die Kunststoffbranche zum Treiber von nachhaltiger Produktion und Kreislaufwirtschaft werden, so das generelle Fazit der Veranstaltung.

Der Umsatz der Branche ging 2020 aufgrund des Preisdrucks während der Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent zurück, die Exporte sanken leicht um 0,8 Prozent und die Importe verringerten sich deutlich um über 7 Prozent.

Luxemburg (dpa) *15:35 Uhr – Bienen-Gifte: Bayer scheitert vor EuGH mit Klage gegen Verbot

Im Streit über bienenschädliche Insektizide ist der Chemieriese Bayer vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert. Der EuGH wies am Donnerstag Einsprüche des Konzerns gegen ein Urteil erster Instanz zum Verbot bestimmter sogenannter Neonikotinoide zurück.

Es geht um die beiden von der Bayer-Gruppe produzierten Mittel Clothianidin und Imidacloprid. Die EU-Kommission hatte den Verkauf 2013 beschränkt, zusammen mit einem dritten Neonikotinoid - Thiamethoxam des Herstellers Syngenta. Das EU-Gericht bestätigte dies im Mai 2018. Bayer ging in die nächste Instanz, Syngenta nicht.

Der EuGH wies die Rechtsmittel zurück beziehungsweise nannte sie unbegründet. Die höchsten EU-Richter wiesen unter anderem darauf hin, dass inzwischen noch schärfere Auflagen für die beiden Bayer-Produkte eingeführt wurden, ohne dass das Unternehmen dagegen geklagt habe.

Dublin/Guildford (dpa) *12:36 Uhr – Linde erhöht nach starkem Auftaktquartal Gewinnziel für 2021

Der weltweit größte Industriegase-Konzern Linde legt nach einem Gewinnplus im Auftaktquartal die Messlatte für den Jahresgewinn höher. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr auf bis 9,60 bis 9,80 Dollar zulegen, wie das im Dax notierte Unternehmen am Donnerstag in Guildford bei London mitteilte. Das sei ein Anstieg im Jahresvergleich um 17 bis 19 Prozent. Dabei profitiere Linde auch von günstigen Währungseffekten.

Zuletzt war das Unternehmen von einem bereinigten Gewinn je Aktie von 9,10 bis 9,30 Dollar ausgegangen. Die Aktie legte nach der Vorlage der Zahlen um rund 0,9 Prozent zu. Im ersten Quartal erhöhte sich der bereinigte Gewinn je Aktie auf vergleichbarer Basis um 32 Prozent auf 2,49 Dollar. Das war mehr als von Experten erwartet. Der Umsatz kletterte dank höherer Preise und Volumen um gut sieben Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar.

Frankfurt/Main (dpa) *09:55 Uhr – Aktien von Curevac und Biontech brechen wegen Patentdiskussion ein

Die Sorge vor einem teilweisen Wegfall von Erlösen mit Corona-Impfstoffen hat die Aktien der Hersteller am Donnerstag schwer belastet. So unterstützt die US-Regierung für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe. Die Kurse der Impfstoffentwickler Curevac und Biontech brachen daraufhin um mehr als zehn Prozent sowie um fast ein Fünftel ein.

Die Aktien von Astrazeneca legten in London hingegen zu. Das Unternehmen hatte bereits früh angekündigt, mit seinem Impfstoff keinen Gewinn erzielen zu wollen. Im ersten Quartal hatte die Impstoffherstellung sogar etwas auf dem Ergebnis gelastet.

Genf (dpa) *09:32 Uhr – Pharmaverband kritisiert US-Signal zu Patenten auf Corona-Impfstoffe

Der Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Entscheidung der USA kritisiert, die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen zu unterstützen. Das werde die Impfstoffproduktion kaum ankurbeln, teilte der in Genf ansässige Verband in der Nacht zu Donnerstag mit.

Problem seien vielmehr Handelsbarrieren sowie Mangel an Rohstoffen und Bestandteilen, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. Bei der Unterversorgung der ärmeren Länder könnten auch Regierungen reicher Länder in die Bresche springen und einen Teil der Impfdosen, die sie sich in bilateralen Verträgen gesichert haben, an ärmere Länder abgeben. Gerade weil ihre Patente geschützt seien, hätten Impfstoffhersteller bereits mehr als 200 Technologietransfer-Abkommen abgeschlossen, um mit Partnern in ärmeren Ländern mehr Impfstoffe bereitstellen zu können.

Der Verband macht stets geltend, dass Pharmafirmen nur durch einen Patentschutz, der später Einnahmen garantiert, genügend Anreiz hätten, in Forschung zu investieren.

Essen (dpa) *07:08 Uhr – Evonik wird nach erstem Quartal etwas optimistischer

Der Spezialchemiekonzern Evonik wird dank guter Geschäfte mit der Auto- und der Bauindustrie sowie rund um Hygieneanwendungen für 2021 ein wenig zuversichtlicher. Zudem zog die Nachfrage nach Zusatzstoffen für die Produktion etwa von Windrädern oder auch für Schaumstoffe, die in Matratzen sowie zur Dämmung von Kühlschränken verwendet werden, weiter an.

Evonik-Chef Christian Kullmann erwartet daher laut einer Mitteilung vom Donnerstag im laufenden Jahr ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro, was am unteren Ende 100 Millionen Euro mehr sind als bislang. Experten haben für 2021 im Mittel bereits rund 2,2 Milliarden Euro auf dem Zettel. Den Umsatz erwartet Kullmann weiter zwischen 12 und 14 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal erzielte Evonik bei einem Umsatzplus von im Jahresvergleich um rund vier Prozent auf 3,36 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 588 Millionen Euro. Das waren 15 Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als von Experten erwartet. Unter dem Strich verdienten die Essener mit 186 Millionen Euro rund 43 Prozent mehr als vor einem Jahr.

05.05.2021

Washington (dpa) *21:29 Uhr – USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hieß es.

Das Ziel der US-Regierung sei es, «so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen», erklärte Tai. Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Patente für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können. Wichtige Herkunftsländer der Pharmaindustrie wie die USA sowie Unternehmensvertreter blockierten das von Südafrika und Indien angestoßene Vorhaben aber bislang.

Hannover (dpa) *13:58 Uhr – Chemie- und Energiebeschäftigte: Corona-Schutz gut, aber mehr impfen

In den Chemie-, Pharma- und Energieunternehmen halten viele Beschäftigte die betrieblichen Corona-Schutzmaßnahmen für ausreichend - bei Impfungen könne aber noch mehr getan werden. Das geht aus einer Umfrage der IG BCE hervor. Die drittgrößte deutsche Gewerkschaft wollte von 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wissen, inwiefern sie zufrieden mit der aktuellen Situation und der Pandemiebekämpfung bei ihren Arbeitgebern sind.

Fast die Hälfte (48 Prozent) gab dabei an, dass Hygieneregeln und «flexible Regelungen mit Rücksicht auf Eltern» genügend umgesetzt würden. Wie die IG BCE am Mittwoch weiter berichtete, sehen allerdings 42 Prozent hier noch «Luft nach oben». Raschere Fortschritte beim Impfen wie eine Impfung im Betrieb selbst wünschen sich außerdem mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten.

Leuna (dpa/sa) *6:00 Uhr – Raffinerie in Leuna kommt auf den Prüfstand

Die Total Raffinerie in Leuna unterzieht sich einer großen Generalinspektion. Dafür wird die Anlage außer Betrieb genommen. Seit Dienstag würden in der Raffinerie Anlagen zerlegt, gereinigt, inspiziert, repariert und wieder komplettiert, teilte das Unternehmen mit. Mehr als 4500 zusätzliche Arbeitskräfte seien vor Ort. Die Aktion soll in etwa acht Wochen abgeschlossen sein, schrieb das Unternehmen.

Die Kontrolle ist seitens des Gesetzgebers turnusmäßig vorgeschrieben. Die Raffinerie investiere in diesem Rahmen etwa 150 Millionen Euro, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Neben der Inspektion sollen 80 Investitionsvorhaben realisiert werden. Ziel sei unter anderem die Modernisierung und der Ausbau der Methanol-Anlage.

04.05.2021

Darmstadt (dpa) *21:08 Uhr – Merck rechnet mit Fortsetzung des «sehr starken» Jahresbeginns

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat seine Jahresprognose nach einem «sehr starken ersten Quartal» angehoben. Auch für den weiteren Jahresverlauf sei mit einer hohen Nachfrage zu rechnen, hieß es in einer am Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung. Beim Nettoumsatz sei nun mit 18,5 bis

19,5 Milliarden Euro zu rechnen. Bisher hatte Merck hier ein «starkes organisches Wachstum» angestrebt. Das bereinigte Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) soll 2021 bei 5,4 bis 5,8 Milliarden Euro liegen. Das gesamte Zahlenwerk soll am 12. Mai veröffentlicht werden. Anleger zeigten sich erfreut. Der Aktienkurs legte nachbörslich um gut drei Prozent zu.

Freiburg (dpa) *15:08 Uhr – Frau klagt weiter gegen Bayer

Der Rechtsstreit um mögliche Gesundheitsgefahren durch die Einnahme der Verhütungspille «Yasminelle» beschäftigt die nächste Instanz. Das Oberlandesgericht Karlsruhe verhandelte am Dienstag in Freiburg in Berufung über die Schadenersatzklage einer Frau gegen den Pharmavertreiber Bayer Vital.

Die Klägerin aus dem Ortenaukreis erlitt im Juli 2009 eine beidseitige Lungenembolie sowie einen Kreislaufzusammenbruch mit Herzstillstand und entging nur knapp dem Tod. Sie führt das auf die Einnahme der Verhütungspille «Yasminelle» mit seinem Wirkstoff Drospirenon zurück. Dieses Präparat gehört zu den Verhütungspillen der sogenannten vierten Generation, die immer wieder wegen erhöhter Thrombose-Risiken in der Kritik stehen.

Das Verfahren sei ein Beispielprozess. Sollte das Gericht zu ihren Gunsten entscheiden, könne das viele Klagen weiterer «Yasminelle»-Geschädigter gegen Bayer nach sich ziehen. 2018 war die Frau mit ihrer Schadenersatzklage vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen gescheitert.

In den USA hat Bayer wegen Drospirenon-haltigen Präparaten bereits hohe Vergleichszahlungen leisten müssen. 10 600 Anspruchstellerinnen erhielten dort wegen Erkrankungen infolge von venösen Blutgerinnseln insgesamt rund 2,1 Milliarden Dollar, wie das Leverkusener Unternehmen mitteilte. Eine Haftung sei aber nicht anerkannt worden. Im Zusammenhang mit den Präparaten sind nach Bayer-Angaben noch weitere Verfahren anhängig: zwei in den USA und «weniger als zehn» in Ländern außerhalb der USA und Kanada, davon zwei in Deutschland.

New York (dpa) *13:49 Uhr – Corona-Impfstoff bringt Pfizer Milliardenumsatz extra

Der US-Pharmakonzern Pfizer hebt nach einem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Im ersten Quartal hatten die Amerikaner in hohem Maße von ihrer gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarkteten Corona-Impfung profitiert, wuchsen aber auch mit anderen Produkten, etwa gegen Krebs. Der Corona-Impfstoff Comirnaty spülte Pfizer allein 3,5 Milliarden Dollar (rund 2,9 Mrd Euro) in die Kassen, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um 1,8 Prozent zu. Konzernweit stieg der Umsatz im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar, der Gewinn unter dem Strich kletterte im selben Maße auf knapp 4,9 Milliarden Dollar.

Das Management um Konzernchef Albert Bourla erwartet nun auch aufgrund der überarbeiteten Erwartungen für Comirnaty für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar. Zuvor standen noch maximal 61,4 Milliarden Dollar im Plan. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 3,55 bis 3,65 Dollar herauskommen, nachdem bislang bestenfalls 3,20 Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

Amsterdam (dpa) *12:27 Uhr – EU-Behörde startet Schnell-Prüfverfahren für chinesischen Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling Review-Verfahren. Danach werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Wie lange das Prüfverfahren dauern wird, ist unklar. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen. Drei weitere Präparate werden bereits länger nach dem Rolling Review-Verfahren geprüft.

Stuttgart (ots) *10:17 Uhr – Biotech-Innovator 4Gene wächst weiter

Mit einer hohen sechsstelligen Summe hat das Biotech-Unternehmen 4Gene eine weitere Investitionsrunde abgeschlossen. Neben den Gründungsgesellschaftern beteiligten sich Goldmann International sowie die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg an der Finanzierungsrunde. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun weitere Wirkstoffkandidaten für die Pharmaindustrie identifizieren sowie den weiteren Ausbau unserer Technologie-Plattform forcieren können", sagt Heimo Adamski, Geschäftsführer von 4Gene. Bereits erfolgreich umgesetzt wurde die Technologie für Paracetamol, das in Versuchen in ein Glycosid umgewandelt wurde. Das Paracetamol-Derivat ist bereits zum Patent angemeldet und ermöglicht voraussichtlich eine zeitlich planbare und zudem schonendere Aufnahme durch den menschlichen Organismus.

Ursprünglich wurde die Technologie für Duft- und Aromastoffe in der Kosmetik und Parfümindustrie entwickelt und, um ein Dufterlebnis in Cremes, Lotionen und Parfüms über einen bestimmten Zeitraum durch langsame Freisetzung der Stoffe zu gewährleisten. Der Mechanismus kann auch in der Lebensmittelindustrie und für Medikamente genutzt werden. Im Fall eines Wirkstoffs findet die Freisetzung im Körper durch mikrobielle oder menschliche Glukosidasen statt, wahlweise über den Speichel bei Einnahme wie auch später im Darm.

Berlin (dpa) *6:00 Uhr – Bund fördert Produktion von Impfstoff-Fläschchen

Für die Produktion von Glasfläschchen für Impfstoff können Unternehmen künftig vom Bund gefördert werden. Investitionen in Anlagen zur Herstellung von speziellem Borosilikat-Rohrglas und der Fläschchen selbst würden mit insgesamt bis zu 90 Millionen Euro unterstützt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Dadurch sollten die jährlichen Produktionsmengen deutlich gesteigert werden. «Damit der Impfprozess nicht ins Stocken gerät, benötigen wir nicht nur ausreichend Impfstoffe», sagte Wirtschaftsstaatssekretär Andreas Feicht. «Die Impfstoffe müssen auch sicher verpackt und transportiert werden können.» Dafür seien die kleinen Glasflaschen unverzichtbar.

Feicht hat die Leitung eines Staatssekretärsausschusses übernommen, dem eine Taskforce Impfstoffproduktion berichtet. Er betonte, je früher Unternehmen Produktionsanlagen in Deutschland in Betrieb nähmen, desto mehr Unterstützung könnten sie bekommen. Die höchsten Summen werden ausgezahlt, wenn die Produktion noch vor Jahresende startet. Das Ministerium verspricht sich jährlich 200 Millionen Glasfläschchen zusätzlich. Förderanträge können bis zum 15. Juni 2021 gestellt werden.

03.05.2021

Brüssel (dpa) *16:55 Uhr – Merck-Tochter Sigma-Aldrich soll Millionenstrafe an EU zahlen

Die Wettbewerbshüter der EU haben gegen den vom Darmstädter Dax-Konzern Merck übernommenen Laborzulieferer Sigma-Aldrich eine Geldbuße von 7,5 Millionen Euro verhängt. Grund sind unrichtige beziehungsweise irreführende Angaben des US-Unternehmens während des Fusionskontrollverfahrens, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte.

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hatte Sigma-Aldrich im Jahr 2015 für 17 Milliarden Dollar übernommen. Die EU-Wettbewerbshüter stimmten der Übernahme unter der Bedingung zu, dass Teile des europäischen Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe veräußert werden. Nach Angaben vom Montag wurde ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in dem Verfahren allerdings nicht offengelegt.

Frankfurt/Ludwigshafen (dpa) *12:31 Uhr – BASF und Lufthansa packen Jets in spritsparende Haifischhaut

Lufthansa-Jets sollen künftig mit Hilfe einer neuartigen Oberflächenfolie Sprit sparen. Die von BASF und Lufthansa Technik gemeinsam entwickelte Oberfläche sei der gerippten Haut von Haifischen nachempfunden, berichteten beide Unternehmen am Montag. Mit der besseren Aerodynamik könne die Luftreibung um etwa ein Prozent gemindert werden, so dass beim Einsatz an der gesamten Lufthansa-Frachterflotte jährliche Einsparungen von 3700 Tonnen Kerosin möglich seien. Damit würde die Emission von rund 11 700 Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermieden, was rund 48 Frachtflügen von Frankfurt nach Shanghai entspreche.

Ab dem kommenden Jahr sollen sämtliche Frachter der Lufthansa Cargo, zehn Jets vom Typ Boeing 777, mit der neuen Folie beklebt werden. Es geht um die Rumpfunterhälfte bis zu den Seitenflächen, wo bei Frachtern keine störenden Fensterreihen vorhanden sind. Auch Teile des Flügels würden beklebt, berichtete ein Sprecher der Lufthansa Technik. Insgesamt geht es um rund 800 Quadratmeter Haifischhaut pro Flugzeug. Bislang wurde die Folie auf rund 500 Quadratmetern am Unterrumpf eines Boeing 747-Jumbos erprobt. Dafür hatte Lufthansa Technik auch die Zulassung durch die europäische Flugsicherheit EASA erreicht.

Lufthansa Technik und BASF beabsichtigen, die neue Technologie konsequent in Richtung zusätzlicher Flugzeugtypen und noch größerer Flächen weiterzuentwickeln. In ersten Modellrechnungen ließen sich mit der Haifischhaut-Technologie bis zu 3 Prozent der CO2-Emissionen vermeiden, erklärten die Unternehmen.

Neu Delhi (dpa) *11:56 Uhr – Pfizer spendet Indien Medikamente im Wert von 70 Millionen Dollar

Pfizer will Indien angesichts der heftigen Corona-Welle Medikamente im Wert von mehr als 70 Millionen Dollar spenden. Dies bestätigte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Auch gebe es Gespräche zwischen Pfizer und der indischen Regierung, um den Impfstoff in der größten Demokratie der Welt möglicherweise schneller zulassen zu können. Bislang haben in Indien rund zehn Prozent der Menschen mindestens eine Impfdose erhalten. Knapp zwei Prozent sind vollständig geimpft. Seit dem Wochenende dürfen sich alle Erwachsenen impfen lassen. Die Impfstoffe sind aber noch sehr knapp.

Braunschweig (dpa/lni) *11:32 Uhr – Start-up will Corona-Medikament entwickeln

Beim Tempo in der Entwicklung von Corona-Medikamenten war jüngst etwas Ernüchterung eingetreten. Ein Unternehmen aus Niedersachsen arbeitet mit daran, dass sich das bald ändert. Vor allem die schweren Fälle hat das Braunschweiger Start-up im Blick. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist der Science Campus in Braunschweig eine gefragte Adresse. Virologen, Epidemiologen und Modellierer beraten sogar die Regierung im Kampf gegen das Virus. Seit gut einem Jahr versucht dort auch das Team von Corat Therapeutics zu helfen und entwickelt ein Medikament gegen Covid-19. Wenn alles gut läuft, ist noch in diesem Jahr eine vorläufige Zulassung möglich.

Der Wirkstoff ist ein durch biotechnologische Methoden hergestellter Antikörper, wie ihn der Körper normalerweise selbst nach einer Infektion oder Impfung bildet. Er blockiere auf der Oberfläche des Virus mit sehr hoher Bindungsstärke genau jene Stelle, welche das Virus zum Andocken an menschliche Zellen benötige.

Der Unterschied zu anderen Antikörpern ist der Firma zufolge, dass das Mittel speziell darauf ausgelegt ist, keine überschießenden Immunantworten auszulösen, die zur Schädigung der Lunge beitragen. Möglich sei das durch das Ausschalten der entsprechenden Signalstellen im Molekül. Dadurch wird demnach eine Behandlung von Patienten mit hoher Viruslast ermöglicht, die bereits fortgeschrittene Erkrankungen aufweisen.

01.05.2021

Teheran (dpa) *09:59 Uhr – 6 Verletzte bei Großbrand in iranischer Chemiefabrik

In der Nähe der zentraliranischen Stadt Ghom ist es am frühen Sonntagmorgen zu einem Großbrand in einer Chemieanlage gekommen. Ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr sprach von sechs Verletzten, ein Feuerwehrmann schwebe in Lebensgefahr. Über 100 Feuerwehrleute waren in der Industriezone Schokuhiehe im Einsatz. Die Lage sei unter Kontrolle und Schlimmeres, insbesondere ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Wohngebiete, habe verhindert werden können, so der Sprecher im Staatsfernsehen.

Die Behörden in Ghom warnten jedoch weiterhin davor, dass Schadstoffe austreten und es zu einer Vergiftungsgefahr kommen könnte. Daher baten sie auch die iranischen Revolutionsgarden um Hilfe. Ghom gilt als heilige Stadt, sie liegt 120 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran. Die Stadt hat über 1,2 Millionen Einwohner und wegen der zahlreichen Islam-Zentren leben dort auch viele Kleriker.

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