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Rohstoffpreise Oktober 2015 Verhaltene Industrie in China und die VW-Abgaskrise verunsichern

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die internationalen Rohstoffmärkte standen im vergangenen Monat weiter im Sog der Wachstumsabschwächung in China. Insbesondere die Energiemärkte gaben wieder etwas nach. Die Rohstoffexperten der Industriebank IKB analysieren und geben im Artikel einen Ausblick auf die nächsten Wochen.

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Alle Rohstoffpreise und die Grafiken zur Entwicklung finden Sie in der Bildergalerie.
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(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Trotz ungelöster geopolitischer Krisen (Syrien und die übrige Golfregion, Russland-/Ukraine-Konflikt) ist die Marktversorgung weiterhin auf hohem Niveau sehr komfortabel.

Eine erste vorsichtige Annäherung Russlands und der USA wird ebenfalls als Signal gedeutet, dass sich die Konflikte im Nahen Osten etwas entschärfen könnten und damit die Ölversorgung auf hohem Niveau bleibt. Die Metallmärkte standen demgegenüber im Fokus des Wachstumsraten-Rückgangs des chinesischen Bruttoinlandsproduktes auf Werte, die zukünftig eher um 5 % oszillieren dürften. Vor allem bei der Stahlerzeugung übersteigt derzeit die chinesische Produktion den Inlandsbedarf erheblich, sodass mit weiter anziehenden Stahlexporten gerechnet werden muss. Zwar gingen im Jahr 2014 nur 7 % der chinesischen Stahlausfuhren in die EU – dies entspricht ca. 6,5 Millionen Tonnen –, im laufenden Jahr ist jedoch ein Anstieg auf gut 9 Millionen Tonnen zu erwarten. Hiervon gehen rd. 40 % nach Italien. Dieser Trend dürfte auch 2016 anhalten.

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Sorge nach VW-Abgasskandal

Auf dem europäischen Markt belastete zuletzt auch der Abgasskandal von VW. Sorgen, dass die deutsche Automobilproduktion geringer wie erwartet wächst, würde den Metallbedarf ebenfalls reduzieren. Dieser Effekt dürfte allerdings nicht überschätzt werden. Eher ist ein größerer Wechsel von Diesel- zu Benzin-Pkws zu erwarten. Dies würde in einigen Komponenten (z. B. Motorblock) zu einer stärkeren Substitution von Stahl durch Aluminium führen.

Die Weltrohstoffpreise stagnierten im September auf Dollar-Basis auf dem Niveau des Vormonats. Infolge eines geringfügig festeren Euro kam es in Inlandswährung zu einem kleinen Preisrückgang von 0,7 %. Die IKB erwartet für den Wechselkurs des Dollar zum Euro im Verlauf des vierten Quartals 2015 eine Bewegung um die Marke von 1,10 Dollar/Euro. Mit Beginn der prognostizierten Zinssteigerung in den USA sollte ein deutlicher Rückgang unter 1,10 Dollar eintreten.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie http://www.process.vogel.de/index.cfm?pid=7513&pk=2281&fk=0&op=1&type=gallerylisting#1 nachsehen.

Rückblick:

Rohstoffpreise September 2015: Herbststürme aus Fernost – Überreaktionen der Rohstoffmärkte?

Rohstoffpreise August 2015: Atomverhandlungen und Griechenland drücken die Rohstoffpreise

Rohstoffpreise Juli 2015: Vom Grexit in das Sommerloch?

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