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Abwasserreinigung

Verdampfertechnik ermöglicht sichere Behandlung problematischer Abwässer

| Autor / Redakteur: Thomas Blechert / Wolfgang Ernhofer

Es fallen – bis zu einer Teillast des Verdampfers von etwa 60 % – die für die Strippung der maximalen Zulaufmenge von Abwasserstrom 2 benötigten Brüden an und es wird damit kein zusätzlicher Dampf zur Behandlung dieses Abwasserstroms benötigt. Bei niedrigerer Teillast des Verdampfers und gleichzeitig höheren Zulaufmengen an Abwasserstrom 2 sowie im Falle des alleinigen Betriebs des Anlagenteils 2, wird dieser durch zusätzlichen Dampf beheizt.

Wärme zurückgewinnen

In allen Fällen wird durch den Einsatz der thermischen Brüdenverdichtung ein Teil der im ablaufenden Abwasser enthaltenen Wärme durch Erzeugung und Verdichtung von Flashbrüden zurückgewonnen. Das Gesamtsystem hat somit nur einen geringen Dampfbedarf, welcher von der jeweiligen Fahrweise abhängt (maximal 26 % der Zulaufmengen bei Betrieb des Anlagenteils 1, 4,5 % bei Betrieb des Anlagenteils 2 und zwischen 6,2 % und 13,3 % bei kombiniertem Betrieb).

Dadurch, dass beide Abwasserströme zuerst eine Dampfstrippung durchlaufen, werden die flüchtigen Lösemittel gezielt abgetrennt und fallen in definierten Anlagenteilen an. Die übrigen Trennapparate, insbesondere der Verdampfer, sind bis auf die Mantelseite der ersten Verdampfstufe lösemittelfrei und es besteht somit kein Explosionsrisiko. Die Kopfbrüden der Kolonne in Anlage 1 werden zur Beheizung der Verdampfers mit eingesetzt. Die lösemittelhaltigen Kopfbrüden der Strippkolonnen werden kondensiert und gekühlt in einen Phasentrennbehälter geleitet. Hier erfolgt die Abtrennung der Lösemittelphase. Die Wasserphase wird zusammen mit den übrigen lösemittelfreien Kondensaten aus der Eindampfanlage weiter verwendet oder der Kläranlage zugeführt.

Brüden aus Kondensatoren und Heizkörpern absaugen

Bei lösemittelhaltigen Brüden besteht bei gleichzeitigem Auftreten von Sauerstoff die Gefahr, dass sich zündfähige Gemische bilden. Dies ist immer dann der Fall, wenn die untere Explosionsgrenze überschritten wird, was in diesem Fall bedeutet, dass der Sauerstoffgehalt etwa 14 Vol-% übersteigt und gleichzeitig mehr als 1 Vol-% Lösungsmittel anwesend sind. Verfahrenstechnisch können jedoch diese beiden Bedingungen sicher beeinflusst und gesteuert werden.

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