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Abwasserreinigung

Verdampfertechnik ermöglicht sichere Behandlung problematischer Abwässer

| Autor / Redakteur: Thomas Blechert / Wolfgang Ernhofer

Schwierig wird es dann, wenn zusätzlich Bestandteile im Abwasser enthalten sind, die Sauerstoff freisetzen können. Hier besteht die Gefahr, dass explosionsfähige Gemische innerhalb der Anlagen entstehen. Es muss sichergestellt werden, dass keinerlei Zündquellen vorhanden sind, was nur sehr schwierig möglich ist. Man kann jedoch in manchen Fällen durch Gestaltung und Überwachung des Prozesses die Entstehung zündfähiger Gemische vermeiden oder in klar definierten Anlagenbereichen zulassen, die dann entsprechend ausgelegt und abgesichert werden können.

Flexible Lösung für zwei Abwasserströme

Gea Wiegand hat für zwei Abwasserströme aus der Kunststoffherstellung, die die oben beschriebenen Problematiken aufweisen, eine für beide Abwasserströme nutzbare, flexible Lösung entwickelt, die allen genannten Anforderungen gerecht wird. Bei dem ersten Abwasserstrom handelt es sich um ein stark alkalisches, mit organischen Inhaltsstoffen belastetes Abwasser. Die enthaltenen organischen Komponenten sind zum größten Teil nicht wasserdampfflüchtig und lassen sich nur sehr schwer biologisch abbauen. Zusätzlich ist ein gewisser Anteil an flüchtigen organischen Lösungsmitteln enthalten.

Die schwerflüchtigen Bestandteile dieses Abwasserstroms sollen weitest möglich aufkonzentriert werden, um ein geringes Rückstandsvolumen zu erhalten, welches dann thermisch entsorgt werden kann. Vor der Aufkonzentrierung sind die flüchtigen Lösemittel zu separieren. Das abgedampfte Wasser soll dem Produktionsprozess möglichst sauber wieder zugeführt, oder in der biologischen Kläranlage endgültig gereinigt werden.

Der zweite Abwasserstrom ist auch mit organischen Inhaltstoffen belastet und enthält ebenfalls einen Anteil an den gleichen flüchtigen Lösungsmitteln. Im Gegensatz zu dem ersten Abwasserstrom sind die schwerflüchtigen Bestandteile relativ leicht biologisch abbaubar. Daher ist es ausreichend, die leichtflüchtigen Lösungsmittel durch Strippung aus dem Abwasser zu entfernen. Der lösungsmittelfreie Strom wird dann direkt in die Kläranlage eingeleitet.

Entstehung explosionsfähiger Gemische verhindern

Beide Abwasserströme enthalten erschwerend einen Anteil an Substanzen, die insbesondere während der thermischen Behandlung sehr leicht zerfallen können und dabei reinen Sauerstoff freisetzen, was bei gleichzeitiger Anwesenheit der verdampften, organischen Lösemittel zu explosionsfähigen Gemischen führen kann.

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