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Rohstoffpreise Februar 2013 Verbesserte Konjunkturwartungen treiben Rohstoffpreise

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Rohstoff-Weltmarkt. Die IKB Deutsche Industriebank erwartet für den kommenden Monat ansteigende Rohstoffpreise.

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Die IKB erwartet für den Februar 2013 steigende Rohstoffpreise.
Die IKB erwartet für den Februar 2013 steigende Rohstoffpreise.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise sind im Januar 2013 auf Dollarbasis um 3,5 % angestiegen. Aufgrund eines festeren Wechselkurses des Euro fiel der Preisanstieg in der Euro-Zone mit nur gut 2 % etwas geringer aus.

Deutlich angezogen haben im Monatsvergleich die Rohölpreise. Mit 114 US-$ je Barrel Brent im Monatsmittel signalisiert dies nicht nur eine etwas höhere Nachfrage in Folge verbesserter konjunktureller Aussichten, sondern spiegelt auch die Befürchtungen um eine Versorgungssicherheit aufgrund der geopolitischen Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika wider.

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Für das Gesamtjahr 2013 wird wie im Vorjahr im Durchschnitt ein globaler Nachfrageanstieg von knapp 1 % – dies entspricht 0,8 Mio. Barrel pro Tag – erwartet. Dieser setzt sich zusammen aus einem Rückgang in den OECD-Ländern von 0,2 Mio. Barrel und einem Verbrauchszuwachs von 1 Mio. Barrel in den übrigen Ländern, wovon gut ein Drittel allein auf China entfallen dürfte.

Mehr Rohölförderung außerhalb der OPEC

Angebotsseitig wird für 2013 ein Zuwachs von gut 0,9 Mio. Barrel von Produzenten außerhalb der OPEC erwartet, wovon zwei Drittel auf den amerikanischen Kontinent entfallen sollen. Die OPEC ihrerseits dürfte die Fördermenge leicht zurückfahren. Allerdings geht die IKB davon aus, dass alle geopolitisch bedingten Rückgänge in einem einzelnen OPEC-Staat durch die anderen Mitgliedsstaaten kompensiert werden, sodass es selbst im Fall noch länger anhaltender Belastungen mit sinkender Förderung (z. B. Iran) nicht zu Versorgungsengpässen kommen dürfte. Gleichwohl sieht die Industriebank den Rohölpreis im ersten Quartal 2013 in einem Band zwischen 110 und 120 US-$ je Barrel Brent.

Der aktuelle Euro-$-Kurs dokumentiert derzeit eine Marktübertreibung. In den nächsten drei Monaten erwartet die IKB leichte Aufwertungstendenzen des US-$ gegenüber dem Euro, gestützt durch die erwartete Aufhellung der US-Konjunktur. Die Verschiebung der fiskalischen Klippe bleibt allerdings ein Unsicherheitsfaktor.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachschauen.

Rückblick:

Rohstoffpreise Januar – IKB erwartet wachsende Rohstoffnachfrage

Rohstoffpreise Dezember – Rohstoffpreise lassen das Jahr ruhig ausklingen

Rohstoffpreise November – Weltrohstoffpreise im Schatten der US-Wahlen

* Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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