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Branchen-Allianz Verbände: CO2-arme Kraftstoffe für Erreichen der Klimaziele unverzichtbar

Redakteur: MA Alexander Stark

Zur Zielerreichung der Klimaziele werden laut Verkehrskommission „alle Technologien und Verkehrsträger und entsprechende Investitionen in Infrastrukturen und Produktionsanlagen benötigt“. In einer Gemeinsamen Erklärung begrüßen acht Verbände aus dem Bereich der flüssigen Energieträger diese Feststellung und Fordern den Ausbau erneuerbarer Kraftstoffe.

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Bioethanolwerk der Nordzucker AG in Stadt Wanzleben-Börde, Sachsen-Anhalt.
Bioethanolwerk der Nordzucker AG in Stadt Wanzleben-Börde, Sachsen-Anhalt.
(Bild: BDBe Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft)

Berlin – Als Reaktion auf den Zwischenbericht der Verkehrskommission haben die Verbände aus dem Bereich der flüssigen Energieträger eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie fordern die Bundesregierung auf, das Potenzial CO2-armer Kraftstoffe ebenso engagiert zu nutzen wie das der Elektromobilität.

Bis 2050 will die EU klimaneutral werden; bis 2030 gibt es ehrgeizige Zwischenziele unter anderem für den Verkehr. Doch selbst wenn in Deutschland bis 2030 wie angestrebt rund 7 bis 10 Millionen E-Autos fahren, werden noch mehr als 35 Millionen Pkw mit Verbrennungsmotor unterwegs sein. Wesentliche Teile des Lkw-Verkehrs sowie Schiff- und Luftfahrt sind den Unterzeichnern zufolge zudem nur schwer elektrifizierbar. Auch mit weiteren erforderlichen Maßnahmen wie mehr Ökostrom und mehr Förderung für Bus und Bahn werde sich die CO2-Lücke im Verkehr nicht schließen lassen.

Da für weiterhin flüssige Kraftstoffe gebraucht würden, müssten diese klimaneutral werden. Biokraftstoffe würden bereits heute für Treibhausgasreduktion sorgen; fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen würden eine zunehmend bedeutende Rolle spielen. Darüber hinaus stünde mit strombasierten synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) eine weitere Technologie zur Minimierung von CO2-Emissionen im Verkehr zur Verfügung.

Gegen eine reine Fokussierung auf die E-Mobilität sprechen nach Auffassung der Verbände auch soziale und regionale Aspekte: Im Falle höherer Energiesteuern auf Kraftstoffe würden Bewohner im ländlichen Raum, die auf eine große Reichweite angewiesen sind, die staatlich geförderte Elektromobilität der Städter bezahlen. Sie warnen, dass Kleinwagen wegen höherer Kosten aufgrund der erforderlichen CO2-Senkung deutlich teurer zu werden würden, was gerade Bezieher niedriger Einkommen träfe.

Die Unterzeichner der Gemeinsamen Erklärung sind davon überzeugt, dass nur mit einem deutlichen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe die Klimaziele im Verkehr erreicht werden können.

Die Unterzeichner:

  • BDBe – Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft
  • DVFG – Deutscher Verband Flüssiggas
  • MEW – Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland
  • MVaK – Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe
  • MWV – Mineralölwirtschaftsverband
  • UFOP – Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen
  • UNITI – Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen
  • VDB – Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie

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