Getränke- und Nahrungsmittelherstellung: Hygienefaktor Wasseraufbereitung

02.08.2013

Hohe Hygiene-Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette kennzeichnen die Wasseraufbereitung in der Getränkeindustrie. Die Minimierung von Qualitätsrisiken und eine hohe Verfügbarkeit sind die grundlegenden Anforderungen an das "Hygienic Design".

Hohe Hygiene-Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette kennzeichnen die Wasseraufbereitung in der Getränkeindustrie. Die Minimierung von Qualitätsrisiken und eine hohe Verfügbarkeit sind dabei die grundlegenden Anforderungen. Berkefeld, Teil der Wassertechniksparte von Veolia, präsentiert auf der Drinktec PurBev®, eine Wertschöpfungsphilosophie, die als zentrale Anforderung Hygienic Design im System der Wasseraufbereitung sicherstellt und auf jahrzehntelange Erfahrungen des Anlagenbauers aufbaut. Mit BiopROtector®zum Schutz von Filtrationsmem­branen vor Biofouling steht außerdem ein neues Verfahren als wesentliche technische Innovation im Mittelpunkt der Messepräsentation:

PurBev: Qualität und Produktsicherheit durch Hygienic Design

Ein wichtiger Baustein der Lebensmittelsicherheit ist die Sicherstellung der Hygiene in der gesamten Produktionskette. Die Wasseraufbereitung als ein wesentlicher Teil muss die hygienischen Anforderungen des Anlagenbetreibers und des Gesetzgebers erfüllen.


Berkefeld hat im PurBev-Konzept die maßgeblichen Anforderungen zusammengefasst.

Vier Schwerpunkte kennzeichnen das Konzept:

  1. Die Minimierung mikrobieller Risiken durch konsequente Anwendung hygienischer Konstruktionsprinzipien und geeignete Materialauswahl und Materialgüte.
  2. Verunreinigungen von außen durch geschlossene Prozessführung, einen hohen Automatisierungsgrad.
  3. Die sichere Reinigung und Desinfektion, ermöglicht durch CIP- und SIP-fähige Komponenten und Anlagenausführung.
  4. Eine lückenlose Überwachung wird durch geeignete
    Instrumentierung Trendanalysen und Tracking der relevanten Prozessdaten sichergestellt.

Ein ganzheitliches Qualitätsmanagementsystem über die gesamte Projektlebensdauer vom Engineering und Einkauf hygienegerechter Werkstoffe und Komponenten über die Realisierung bis hin zu Einbau, Inbetriebnahme und laufendem Service stellt die systematische Umsetzung des PurBev-Konzepts sicher. Das Ergebnis sind eine hohe Produktsicherheit und Anlagenverfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb sowie niedrige Wartungs- und Instandhaltungskosten.

BiopROtector®: Membranschutz gegen Biofouling

Membranverfahren ermöglichen die Rückgewinnung von Prozesswasser aus organisch belasteten Kondensaten, Brüden und Abwässern. Dabei ist eine angemessene Voraufbereitung erforderlich. BiopROtectorunterbindet das Wachstum von Mikroorganismen und verhindert somit Biofouling auf Ultrafiltrations- (UF) und Umkehrosmose- (RO) Membranen.

Biofouling führt zu einem erhöhten Energieverbrauch durch Druckverlust, geringeren Produktionszeiten infolge der höheren Reinigungsfrequenz und eine geringere Modul-Lebensdauer aufgrund von intensiven Reinigungsmaßnahmen. Konventionelle Maßnahmen zur Biofouling-Kontrolle sind kostenintensiv und erfordern häufig die Verwendung aggressiver Chemikalien. Nach einem einfachen, aber sehr wirksamen Funktionsprinzip entfernt die BiopROtector-Technologie spezifische Komponenten aus dem Wasser, die den Nährboden für das Wachstum von Mikroorganismen bilden. Damit wird Biofouling in nachgeschalteten Membranmodulen substanziell reduziert. Der Prozess erfordert keine Chemikalienzugabe und ermöglicht eine deutliche Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs.

 

Mehr zur Wasseraufbereitung in der Nahrungs- und Getränkeproduktion.

Besuchen Sie uns auf der Drinktec, Halle A3, Stand 311.