Behandlung von Abwasser der Rauchgasreinigung

21.11.2012

Die in Kraftwerken bei der Verbrennung von Kohle entstehenden Emissionen - vornehmlich von Schwefeldioxid - können durch Rauchgasentschwefelung um mehr als 90 reduziert werden. Von den zahlreichen Verfahren zur Rauchgasreinigung haben sich fast ausschließlich die Nasswaschverfahren mit Branntkalk, Kalkmilch oder Kalkstein durchgesetzt. Für die dabei anfallenden Abwässer sind strenge Grenzwerte einzuhalten, vor allem für Schwermetalle, aber auch für CSB, Ammonium, Nitrat und AOX. Hier hat sich die Behandlung mit ein- oder zweistufigen Fällungsverfahren bewährt. Für erhöh

Die in Kraftwerken bei der Verbrennung von Kohle entstehenden Emissionen - vornehmlich von Schwefeldioxid - können durch Rauchgasentschwefelung um mehr als 90 reduziert werden. Von den zahlreichen Verfahren zur Rauchgasreinigung haben sich fast ausschließlich die Nasswaschverfahren mit Branntkalk, Kalkmilch oder Kalkstein durchgesetzt. Für die dabei anfallenden Abwässer sind strenge Grenzwerte einzuhalten, vor allem für Schwermetalle, aber auch für CSB, Ammonium, Nitrat und AOX. Hier hat sich die Behandlung mit ein- oder zweistufigen Fällungsverfahren bewährt. Für erhöhte Anforderungen stehen nachgeschaltete Verfahren zur Verfügung.

So reduziert der MetClean-Prozess Konzentrationen bestimmter Schwermetalle wirtschaftlich auf niedrige Restgehalte, ohne dabei schädliche Abfälle zu produzieren. Mit ZLD (Zero Liquid Discharge)-Verfahren kann die Einleitung von Abwässern sogar völlig vermieden werden. Dank neuer Niedrig-Temperatur-Kristallisatoren ist dies auch bei deutlich geringeren Investitions- und Betriebskosten möglich.

Zur Erfüllung der Einleitungsbedingungen aus Anhang 47 der Abwasserverwaltungsvorschriften haben sich in der REA-Abwasserbehandlung ein- und zweistufige Fällungsverfahren bewährt. Durch die Verfahrensschritte Oxidation, Gipsentsättigung, Schwermetallfällung und Sedimentation mit Schlammeindickung werden die geforderten Grenzwerte sicher eingehalten. Dabei bietet die zweistufige Ausführung durch Redundanz eine besonders hohe Betriebssicherheit, zudem kann ein Teil des anfallenden Schlamms als Wertstoff wieder genutzt werden.

Teilweise stellen EU-Richtlinien oder regionale Regularien jedoch erweiterte bzw. erhöhte Anforderungen. In diesen Fällen können zusätzliche Behandlungsschritte erforderlich werden, etwa die Ammoniumreduktion mittels Strippen oder die Nitratreduktion durch biologische Verfahren.

Zur Schwermetallentfernung bietet sich neben Ionenaustauscher-Verfahren der MetClean-Pozess an. Dieses wirtschaftliche Fließbettverfahren entfernt auch kationische oder Anionen-bildende Metalle wie Barium, Antimon, Molybdän, Selen, Uran und Vanadium. Das zurückbeleibende Granulat kann gemäß EU-Abfallklassifikations-Richtlinie als unschädlich eingestuft werden. Soll die Abwasserabgabe deutlich reduziert oder vermieden werden, sind Eindampf-Technologien eine Lösung. So genannte Zero Liquid Discharge-Verfahren gewinnen durch Verdampfung und Kristallisation mehr als 98 des Wasserzulaufs in Qualitäten zurück, die anschließend problemlos wiederverwendet werden können.

Die aus dem Abwasser zu entfernenden Stoffe werden in deponierbarer Form auskristallisiert. Das neu entwickelte und bereits erfolgreich eingesetzte CoLD™-Verfahren macht es möglich, Lösungen mit hochlöslichen Salzen auch bei niedrigen Temperaturen unter Vakuum vollständig zu verdampfen. Damit reduziert diese Technologie die Kosten für Investition und insbesondere für den Betrieb.

 

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