Wasserkreisläufe umweltverträglich desinfizieren – Betriebskosten senken

08.11.2012

Legionella sind ein zentrales Thema in der Kühlwasserbehandlung geworden. Damit verbunden ist die Frage wie sich Biofilme – der bevorzugte Lebensraum von Legionella – sowie Kalkbildung unter Beachtung der geltenden Normen wirksam bekämpfen lassen. Zu diesem Thema trafen sich rund dreißig Experten der Wasseraufbereitung in Kühlkreisläufen von Kraftwerken. Eingeladen hatten das Wassertechnikunternehmen Berkefeld / VWS Deutschland und die Firma MOL Katalysatortechnik. Das Kraftwerk KNG Rostock war Gastgeber der Veran

Legionella sind ein zentrales Thema in der Kühlwasserbehandlung geworden. Damit verbunden ist die Frage wie sich Biofilme – der bevorzugte Lebensraum von Legionella  – sowie Kalkbildung unter Beachtung der geltenden Normen wirksam bekämpfen lassen. Zu diesem Thema trafen sich rund dreißig Experten der Wasseraufbereitung in Kühlkreisläufen von Kraftwerken. Eingeladen hatten das Wassertechnikunternehmen Berkefeld / VWS Deutschland und die Firma MOL Katalysatortechnik. Das Kraftwerk KNG Rostock war Gastgeber der Veranstaltung.


Präsentiert wurden Erkenntnisse über die Zusammenhänge, Auswirkungen und Ursachen von Fouling sowie Scaling, die Anforderungen an die Analytik zur Messung von Legionellen und sowie Erfahrungen aus der Praxis mit Verfahren zur wirksamen Biofilm- und Legionellen-Bekämpfung. Dr. Jürgen Koppe von der MOL Katalysatortechnik GmbH beschrieb in seinem Vortrag den Zusammenhang zwischen Korrosion und Mikrobiologie im Kühlwasser sowie das mit der konventionellen Abtötung von Keimen verbundene Risiko der Freisetzung von Endotoxinen.

Um die Vermehrung von Legionellen und die Bedeutung von Biofilmen als deren bevorzugter Lebensraum ging es im Vortrag von Dr. Hartmut Lausch von der MOL Katalysatortechnik GmbH. Erläutert wurde das geltende Regelwerk, insbesondere bestehend aus dem HSE – Approved Code of Practice and Guidance, dem VDMA Einheitsblatt 24649 und der VDI-Richtlinien 3803 und 6023.


Peter Guttmann von Berkefeld präsentierte die Ergebnisse der Behandlung von Kühlkreisläufen mit der VWS MOL Katalysatortechnologie in verschiedenen Industrien. Als Vorteile der Verfahren stellte er den chemiearmen bzw. chemiefreien Betrieb, die geringen Betriebskosten durch den reduzierten Reinigungsaufwand und im Vergleich zu konventionellen Lösungen sehr geringen Chemikalienverbrauch und die nachhaltige Wirkung heraus.


Wichtige Erkenntnisse der Tagung waren: Legionellen können in Kühltürmen auftreten und in einem Umkreis bis zu ca. 10 km rund um den Kühlturm transportiert werden. Allerdings sind in Deutschland bisher nur vereinzelt Fälle der Verbreitung aus Kühltürmen mit entsprechenden gesundheitsschädlichen Wirkungen aufgetreten. Das Risiko ist beherrschbar, sofern ein abgestimmtes Anti-Legionellen-Programm unter Verbindung von Kompetenz in der Kühlwasserkonditionierung, Anlagenbau und sachkundiger Analytik implementiert ist. Die Bildung von Biofilmen als entscheidende Ursache für einen Legionella-Befall wird somit wirksam unterbunden.