Prozessautomatisierung für die Wasseraufbereitung Ventilinseln erschließen neue Möglichkeiten

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Neue Ventilinseln ermöglichen jetzt passgenaue Lösungen für ganz unterschiedliche Wasseranwendungen vom kommunalen Wasserversorger bis hin zur industriellen Prozesswasseraufbereitung. Sie sind robust, einfach zu integrieren und bedienerfreundlich.

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In Wasseranwendungen ist der Einbauplatz oft knapp bemessen. Bei der Entwicklung der Ventilinsel vom Typ 8652 wurde deshalb besonderer Wert auf kompakte Abmessungen gelegt.
In Wasseranwendungen ist der Einbauplatz oft knapp bemessen. Bei der Entwicklung der Ventilinsel vom Typ 8652 wurde deshalb besonderer Wert auf kompakte Abmessungen gelegt.
(Bild: Bürkert)

Wasseraufbereitungsprozesse verlangen nach zuverlässigen, robusten und langlebigen Automatisierungslösungen, die sich zudem möglichst einfach installieren, integrieren und bedienen lassen. Bürkert Fluid Control Systems entwickelt deshalb sein Pneumatik-Portfolio kontinuierlich weiter: Neue Ventilinseln ermöglichen jetzt passgenaue Lösungen für ganz unterschiedliche Wasseranwendungen vom kommunalen Wasserversorger bis hin zur industriellen Prozesswasseraufbereitung.

Das Unternehmen bietet Ventilinseln für Wasseranwendungen, die sich einfach und schnell über ein Gateway in die jeweilige Automatisierungsumgebung einbinden lassen. Kommuniziert wird dann über gängige Industrial-Ethernet- oder Profibus-Protokolle. Im Betrieb bieten die Ventilinseln den Anwendern einstellbare Überwachungs- und Diagnosefunktionen, welche die Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit verbessern und eine vorbeugende Wartung ermöglichen. Ein integriertes Display zeigt dafür vor Ort detaillierte Informationen wie aktuelle Schaltzustände von Pilotventil und Prozessventil an, gibt eine Meldung aus, wenn voreingestellte Druckgrenzwerte überschritten werden oder zeigt in Klartext Fehler wie einen Kabelbruch an.

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Zentrale Schaltschrankmontage oder robustes Feldmodul

Bei der Entwicklung der Ventilinsel vom Typ 8652 wurde besonderer Wert auf kompakte Abmessungen gelegt. Sie ist deutlich kleiner als ihr Vorgänger und findet somit auch in kompakten Schaltschränken Platz, was zu Kostenersparnissen führt. Die Schaltschränke können nahe an den Prozessventilen installiert werden. Durch die serienmäßige Airline-Quick-Adapterplatte vereinfacht sich die Montage und der Einsatz von Pneumatikschläuchen und Kabeln reduziert sich erheblich, wodurch potenzielle Leckagestellen minimiert werden. Die Platte wird im Schaltschrankboden oder in der Schaltschrankwand integriert, Schottverschraubungen am Schaltschrank sind dann nicht mehr notwendig. Bedienung und Wartung sind praxisgerecht. So gibt es eine Hand-Not-Betätigung und die einzelnen Ventile lassen sich während des Betriebs austauschen.

Für die schaltschranklose Montage direkt im Feld steht mit der Ventilinsel Typ 8653 Airline Field ein robuster IP65-Pneumatikblock zur Verfügung, mit dem sich Armaturengruppen dezentral ansteuern lassen. Das spart ebenfalls Verdrahtungs- und Verschlauchungsaufwand. Rückmeldesignale können beispielsweise im Feld gesammelt und über ein Kabel geführt werden. Das Feldmodul ist per Plug-and-Play mit der Ventilinsel 8652 im Schaltschrank kombinierbar. Entfernte Armaturen lassen sich so kostengünstig in die zentrale Pneumatikverteilung einbinden und einfach in Betrieb nehmen. Durch die LED-Zustandsanzeige nach Namur hat der Anwender die Funktion auch aus der Ferne immer im Blick.

Einfache Integration in die Siemens-Welt

Im Kontext mit Industrie 4.0 werden Ventilinseln, die in Wasseranwendungen eingesetzt sind, immer mehr zu elektropneumatischen Automatisierungssystemen. Deutliche Maßstäbe setzt hier der Typ 8647, der vollständig in das dezentrale Peripheriesystem Simatic ET 200SP HA von Siemens integriert ist. Dies ermöglicht eine schnelle und nahtlose Einbindung sowohl bei der Inbetriebnahme als auch später bei der Überwachung des laufenden Betriebs. So werden beispielsweise die durchgeführten Schaltspielzahlen an das Leitsystem weitergeleitet. Somit können vorbeugende und verschleißorientierte Wartung der Anlage eingeleitet und Stillstandszeiten reduziert werden. Außerdem sorgt ein redundantes Bus-Protokoll für zusätzliche Sicherheit.

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